Käfigkampf-Boom erreicht Sachsen: Ring frei für die "Nexzone Fight Night"

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Leipzig - Mit der "Nexzone Fight Night" bekommt Leipzig im November sein eigenes Profi-MMA-Event. Der Käfigkampf boomt in Deutschland aktuell so, wie kaum eine andere Disziplin. Erst vor zwei Wochen füllte eine MMA-Veranstaltung in Frankfurt mit 60.000 Zuschauern ein komplettes Stadion bis auf den letzten Platz.

CEO Maria Till (29), Moderator Mark Bergmann (40, M.) und Mitgründer und Unternehmer Jonny Orbán (r.) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.
CEO Maria Till (29), Moderator Mark Bergmann (40, M.) und Mitgründer und Unternehmer Jonny Orbán (r.) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.  © TAG24/Jan-Gerrit Vahl

MMA steht dabei für "Mixed Martial Arts", eine Vollkontakt-Kampfsportart, die Elemente aus dem Standkampf (wie Boxen und Muay Thai) mit dem Bodenkampf (wie etwa Ringen) in einer Disziplin verbindet.

In Leipzig startet Nexzone zunächst mit 1000 Tickets für die H16 auf der Alten Messe. Bei dem Event am 7. November treten dann 14 ausgewählte Kämpfer aus Leipzig gegen Konkurrenten aus ganz Deutschland im Käfig an. Den Hauptkampf des Abends werden Idris Ismael (28) aus Leipzig und Aladdin Süllü (21) aus München bestreiten. Etwa die Hälfte der Karten ist bereits verkauft.

"Entstanden ist die Idee aus der Liebe zum Sport und aus der Liebe zu Leipzig", erklärte Nexzone-Promoterin und CEO Maria Till (29). Privat geht Till, die als Sportlerin beeindruckende Erfolge im Westernreiten vorweisen kann, boxen und kam dadurch in Kontakt mit der MMA-Szene der Messestadt.

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"Dabei ist mir aufgefallen, dass es so etwas wie die 'Fight Night' in Leipzig nicht gibt und das, obwohl wir hier doch so tolle Athleten haben", so die 29-Jährige. "Da dachte ich mir: Okay, dann machen wir das halt selbst."

MMA steht für "Mixed Martial Arts", eine moderne Kampfsportart, bei der Techniken aus verschiedenen Disziplinen wie Schlag-, Tritt- und Grifftechniken (u. a. Boxen, Kickboxen, Ringen und Brasilianischem Jiu-Jitsu) miteinander kombiniert werden. (Symbolfoto)
MMA steht für "Mixed Martial Arts", eine moderne Kampfsportart, bei der Techniken aus verschiedenen Disziplinen wie Schlag-, Tritt- und Grifftechniken (u. a. Boxen, Kickboxen, Ringen und Brasilianischem Jiu-Jitsu) miteinander kombiniert werden. (Symbolfoto)  © Frank Franklin Ii/AP/dpa
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Als Frau in einer von Männern dominierten Szene

Maria Till gründete mit Nexzone 2026 eine Promotion-Firma für Kampfsportveranstaltungen.
Maria Till gründete mit Nexzone 2026 eine Promotion-Firma für Kampfsportveranstaltungen.  © TAG24/Jan-Gerrit Vahl

Dabei ist dieser Weg in einer von Männern dominierten Kampfsportwelt alles andere als selbstverständlich: "Ich hatte dabei nie das Gefühl, dass ich hier als Frau nicht respektiert wurde", sagte Till und fügte grinsend hinzu: "Vom Temperament her ist es jetzt kein großer Wechsel, ob ich es mit einem 600 Kilogramm schweren Hengst zu tun habe oder 28 Kämpfer betreue."

Teil des Konzepts sind dabei strenge Regeln und Verträge für die teilnehmenden Sportler: "Das bedeutet, wenn wir merken, dass jemand sich politisch extrovertiert in irgendeine Richtung verhält, dann unterschreiben wir erst gar nicht oder es kommt zur Kündigung und wir entledigen uns des Kämpfers", sagte Nexzone-Mitgründer Jonny Orbán.

Albert Bauer (22, v.l.n.r), Lukas Weise (18), Idris Ismail (28) und Mehmet Celik (26) kämpfen am 7. November bei der "Nexzone Fight Night" in Leipzig.
Albert Bauer (22, v.l.n.r), Lukas Weise (18), Idris Ismail (28) und Mehmet Celik (26) kämpfen am 7. November bei der "Nexzone Fight Night" in Leipzig.  © TAG24/Jan-Gerrit Vahl

Zwei weitere MMA-Events in Leipzig sind für das nächste Jahr bereits in Planung. "Unser Ziel ist es, dass wir in drei Jahren die Quarterback Immobilien Arena voll machen", sagte Till am Ende der Pressekonferenz. "Da wollen wir uns kein Limit setzen. Vielleicht sehen wir uns dann ja in sechs Jahren in der Red Bull Arena."

Titelfoto: Frank Franklin Ii/AP/dpa

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