Leipzig - Nach dem tödlichen Unfall auf der Arthur-Hoffmann-Straße, bei dem am Mittwoch eine 20-Jährige verstorben ist, ist die Anteilnahme in Leipzig groß. Politiker fordern Maßnahmen, und erste sollen wohl auch zeitnah kommen.
Vor dem Bäcker im Kreuzungsbereich zur Scharnhorststraße wurden Blumen, Kerzen und Plüschtiere in Gedenken an die junge Frau abgelegt.
Ungefähr an dieser Stelle wurde sie am Mittwochvormittag von einem Lastwagen überrollt und tödlich verletzt. Die Unfallursache ist noch unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen fahrlässiger Tötung.
Währenddessen werden von einigen Politikern Maßnahmen gefordert. Bereits im September 2023 wurde ein Neunjähriger beim Überqueren der Straße schwer verletzt. Direkt an der Kreuzung sind zudem ein Schulkomplex und ein Spielplatz.
Die Linken-Stadtrats- und Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (48) fordert nun, dass die Lücke beim Tempo 30 an dieser Stelle geschlossen werden soll und eine Fußgängerquerung an der Ecke Scharnhorststraße, ein Radweg und weitere Sicherungsmaßnahmen gebaut werden sollen.
Sie stellte eine Anfrage an die Stadtverwaltung zu kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen und stellte klar: "Verkehrstote sind vermeidbar."
Die Stadt plant gegenwärtig keine kurzfristigen Schritte an dieser Stelle.
Gegenüber der Leipziger Volkszeitung wurde aber mitgeteilt, dass im Herbst 2027 die Fahrbahndecke zwischen Scharnhorststraße und Richard-Lehmann-Straße erneuert werden soll. In diesem Zug sollen dann auch in beiden Richtungen Radwege entstehen.