Reine Panikmache oder bittere Realität: Das ist bei den "Gen Z"-Protesten in Leipzig wirklich passiert

Leipzig - Ladeninhaber verrammelten ihre Geschäfte, die Polizei war mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz und in den sozialen Medien herrschte große Aufregung bis hin zu Panikmache. Der Protest "Gen Z regelt" sorgte im Vorhinein auch in Leipzig für gewaltigen Gesprächsstoff. Jetzt zieht die Polizei ihre Bilanz.

Etwa 7000 Menschen gingen am 31. Oktober in Leipzig auf die Straße.  © Christian Grube

"Es wurden über 100 Straftaten registriert", so die Polizeidirektion Leipzig. Die meisten davon im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pyrotechnik und Vermummungen.

Darüber hinaus ermitteln die Beamten wegen des Verdachts eines schweren Landfriedensbruchs, weil aus einer Menschenmenge heraus mehrere Scheiben der Tram-Haltestelle "Südplatz" auf der Karl-Liebknecht-Straße zerschlagen wurden.

Bei etwas mehr als 30 Personen gibt es bisher Hinweise darauf, dass sie eine Straftat begangen haben könnten.

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Zur Absicherung waren etwa 500 Einsatzkräfte vor Ort. Drei von ihnen wurden nach der Versammlung leicht verletzt, konnten ihren Dienst allerdings fortsetzen.

Trotzdem: Rund 7000 Menschen demonstrierten in Leipzig weitestgehend friedlich. Niemand musste festgenommen oder in Polizeigewahrsam genommen werden.

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Die Scheiben der Tram-Haltestelle "Südplatz" auf der Karl-Liebknecht-Straße wurden zerstört.  © EHL Media
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Einsatzes von Pyrotechnik in mehreren Fällen.  © EHL Media

Organisatoren gegen Gewalt

Die Vertreter der Initiative hatten bereits im Vorhinein klargestellt, dass ihnen an einer friedlichen Demonstration ohne Gewalt gelegen ist.

Vermutlich auch wegen der Bilder aus Frankreich, bei denen landesweite Proteste maßlos aus dem Ruder gerieten, waren viele Menschen trotzdem verunsichert.

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