Schaufenster verrammelt: Leipziger Geschäfte rüsten sich vor "Gen Z regelt"-Demos

Leipzig - Die deutschlandweit für den Halloween-Samstag angekündigten "Gen Z regelt"-Proteste gehen auch an Leipzig nicht spurlos vorbei. Wohl aus Angst vor Ausschreitungen, ähnlich wie in Frankreich, wappnen sich nun einige Geschäfte in der Innenstadt.

Der EMP-Store am Brühl hat sich für alle Fälle gerüstet.  © TAG24/Nico Zeißler

Geplant ist für die Messestadt am 31. Oktober eine Demonstration um den Innenstadtring, die um 14 Uhr am Augustusplatz startet und gegen 17 Uhr dort auch wieder enden soll. In diesem Bereich ist am Nachmittag mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Angemeldet worden seien zunächst 100 Teilnehmer, doch mittlerweile rechnen die Organisatoren mit mehr als 2500 Aktivisten. Direkt auf der Webseite von "Gen Z regelt" haben sich jedoch bereits fast 5200 Menschen (Stand: 30. Oktober, 13 Uhr) für die Demo angemeldet.

Die Initiative wirbt eindeutig für einen friedlichen Protest, nur so könne man etwas erreichen. Dennoch bereiten sich Leipzigs Innenstadthändler mit drastischen Maßnahmen auf mögliche Ausschreitungen vor.

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In mehreren Straßen wurden bereits Schaufenster und Eingänge mit Pressspanplatten verrammelt, darunter der EMP-Store am Brühl, Snipes und Elbenwald in der Hainstraße sowie Juwelier Rüschenbeck in der Grimmaischen Straße. In der beliebten Petersstraße konnte TAG24 hingegen keinen einzigen "verbarrikadierten" Laden entdecken.

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Ähnliche Bilder gibt es aus der Grimmaischen Straße, hier vom Juwelier Rüschenbeck schräg gegenüber vom Galeria Kaufhof.  © Sebastian Willnow/ dpa/dpa

Eskalieren die Proteste auch in Deutschland?

Und auch bei Snipes (l.) und im Elbenwald Store (r.) in der Hainstraße setzen die Händler auf mehr Sicherheit.  © TAG24/Nico Zeißler

Trotzdem scheint die Angst bei manchen groß zu sein, dass einzelne Teilnehmer die Proteste für Randale nutzen könnten, wie es zuletzt in Frankreich geschah. Das Ausmaß der gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen es auch zu Plünderungen kam und ganze Gebäude angezündet wurden, versetzte Europa zuletzt in Angst und Schrecken.

Die Furcht vor ähnlichen Zuständen in Deutschland ist da und so bereiten sich eben nicht nur die Behörden entsprechend auf diesen Tag vor. Dennoch sind es bisher nur einige wenige Läden, die Vorkehrungen dieser Art getroffen haben. Die, die es taten, hatten am Freitag trotzdem regulär geöffnet.

Demonstrationen sind in insgesamt 34 deutschen Städten geplant. Die Menschen gehen gegen kaputte Schulen, Wehrpflicht, Preisexplosionen, Sozialkürzungen und den aktuellen Rechtsruck im Land auf die Straße.

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Die Leipziger Polizei wird am Samstag von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Aktuell gebe es aber keine Hinweise darauf, dass solche Verhältnisse wie beispielsweise in Frankreich herrschen könnten.

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