Vierjähriger Ole kämpft ums Überleben: Nach drei Monaten darf er zum ersten Mal aus dem Klinikbett
Leipzig - Ole ist wohl der Inbegriff eines kleinen Kämpfers. Der Vierjährige hat eine schwere Lungenkrankheit und wartet auf ein neues Organ. Nach drei Monaten darf er dank des engagierten Teams des Herzzentrums Leipzig und einer besonderen Apparatur endlich wieder das Bett verlassen.
Ole lief die Zeit davon. Bereits im Juni fand er seinen Weg in die Messestadt, damals in einem lebensbedrohlichen Zustand. Die Ärzte schafften es, den Jungen zu stabilisieren und an eine Herz-Lungen-Maschine anzuschließen.
Diese rettet ihm zwar vorerst das Leben, doch Ole braucht dringend eine Spenderlunge.
"Seine Lungengefäße sind so stark verengt, dass sein Herz es nicht mehr schafft, dagegen zu arbeiten, um den Blutfluss ordnungsgemäß zu pumpen. Es entsteht ein Lungenhochdruck und infolgedessen kommt es zu einem Rechtsherzversagen", erklärt Dr. med. Michael Weidenbach Oles Lage. Er ist Oberarzt der Universitätsklinik für Kinderkardiologie am Herzzentrum.
Ohne das schnelle Handeln wäre der kleine Junge nicht mehr am Leben. Mittlerweile wurde Ole ein sogenanntes ECMO-System implantiert, welches vorübergehend die Aufgaben übernimmt, die sein Herz und seine Lunge nicht mehr leisten können.
Durch ein spezielles extra für Kinder konzipiertes System ist es Ole jetzt nach Monaten wieder möglich, unter strenger Bewachung im Rollstuhl sein Krankenhausbett zu verlassen und an der frischen Luft zu sein.
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"Allein der Stationsgang oder das Fahrstuhlfahren sind aufregend", erzählt sein Papa Falko Kühnemund.
Jetzt heißt es Daumen drücken, damit schnell eine passende Spenderlunge für den vierjährigen Kämpfer gefunden wird.
Titelfoto: Montage: Helios Kliniken GmbH
