Warten hat ein Ende: Mammutprojekt im Herzen Leipzigs nach 25 Jahren endlich fertig

Leipzig - Nach rund 25 Jahren Planung und Bau ist der Elstermühlgraben endlich komplett offen! Am heutigen Montag haben Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) und Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) nach anderthalb Jahren Bauzeit den letzten Kilometer des Gewässers zwischen Elsterstraße und Lessingstraße für den Bootsverkehr freigegeben.

Am Montagnachmittag wurde der letzte Kilometer des Elstermühlgrabens zwischen Elsterstraße und Lessingstraße für den Bootsverkehr freigegeben.  © EHL Media/Björn Stach

Damit öffnet sich eine brandneue Wasserroute aus dem Herzen der Leipziger Innenstadt Richtung Nordwesten - über die Weiße Elster und weiter in die Saale bis nach Halle. Theoretisch geht es von dort aus sogar weiter bis zur Nordsee.

"Vor 25 Jahren stand hier nichts weiter als eine kühne Vision: den Elstermühlgraben ans Licht holen, der Stadt ihren Flusslauf zurückgeben und damit die Stadt lebendiger und grüner zu gestalten", freute sich OB Jung beim Festakt.

"Ich möchte allen Anwohnerinnen und Anwohnern danken, die über Jahre Lärm und Staub ertragen mussten - heute blicken sie von ihren Balkonen auf einen lebendigen Flusslauf inmitten der Großstadt."

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Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD, l.) und Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD).  © EHL Media/Björn Stach

Seit 2004 wurde gigantisches Projekt Schritt für Schritt umgesetzt

Der Elstermühlgraben ist ein etwa 4000 Meter langer künstlich angelegter Nebenarm der Weißen Elster. Er wurde im 12. Jahrhundert zur Regulierung der regelmäßigen Frühjahrshochwasser und zum Betrieb von Mühlen angelegt.  © EHL Media/Björn Stach

Auch Wirtschaftsminister Dirk Panter zeigte sich begeistert: "Der Elstermühlgraben ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Moderne, an dem Hochwasserschutz, Geschichte und Lebensfreude zusammenfließen. Ob beim Flanieren am Ufer, beim Bootfahren oder einfach beim Ausruhen - ich bin überzeugt davon, dass der Elstermühlgraben ein Ort der Lebensqualität und ein zukünftiger Tourismusmagnet wird."

Seit 2004 wurde das gigantische Projekt Schritt für Schritt umgesetzt - wegen der engen Bebauung mitten in der City eine echte Mammutaufgabe.

Insgesamt flossen mehr als 43 Millionen Euro in die Freilegung, wobei der finale Abschnitt noch einmal rund 6,4 Millionen Euro kostete. So mussten etwa sieben neue Brücken errichtet werden.

Das sanierte Denkmal für Fürst Józef Antoni Poniatowski in Leipzig erinnert an den polnischen General und Marschall von Frankreich. Durch die Sprengung einer Brücke über die Weiße Elster war ihm nach der Völkerschlacht 1813 der Rückweg abgeschnitten worden. Beim Versuch, das Gewässer zu überqueren, ertrank Poniatowski.  © EHL Media/Björn Stach

Neben dem neuen Wasserweg gibt es noch ein weiteres Highlight: Im Rahmen des Festaktes wurde das sanierte Poniatowski-Denkmal feierlich enthüllt, das nun als Blickfang direkt an der frisch geschaffenen Uferpromenade steht.

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