Urlaubstraum platzt am Flughafen: Kind muss ansehen, wie Papa verhaftet wird
Leipzig - Innerhalb von nur zwei Tagen hat die Leipziger Bundespolizei am Hauptbahnhof und am Flughafen gleich drei offene Haftbefehle vollstreckt.
Am Flughafen Leipzig/Halle endete die Reise eines 38-jährigen Vaters am Dienstag in Handschellen, wie die Bundespolizeiinspektion nun mitteilte.
Bei der Ausreisekontrolle stellten die Beamten demnach fest, dass der Mann rechtskräftig wegen Geldwäsche verurteilt worden war, die offene Strafe in Höhe von 4160 Euro bisher jedoch nicht beglichen hatte.
Da er das Geld vor Ort nicht auftreiben konnte, ging es für ihn direkt in die JVA Leipzig, wo er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 52 Tagen absitzen muss
Bitter: Der 38-Jährige war in Begleitung seines minderjährigen Kindes unterwegs. Nach Rücksprache mit den Behörden konnte die Mutter das Kind abholen. Den gemeinsamen Urlaub hatten sich alle Beteiligten bestimmt anders vorgestellt.
60-Jähriger landet nach Schlägerei im Knast
Ebenfalls am Dienstag war es dann ein 60-jähriger Deutscher, der in eine körperliche Auseinandersetzung am Hauptbahnhof "verwickelt" wurde, wie Polizeisprecher Ronny Steinkopf mitteilte.
Auch hier brachte die Überprüfung zutage, dass der Mann gesucht wurde. Gegen ihn lagen gleich zwei offene Haftbefehle wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte vor,
In seinem Fall beliefen sich die offenen Forderungen auf insgesamt 2300 Euro. Da auch er das Geld nicht parat hatte, wurde er in die JVA Leipzig eingeliefert, wo er nun eine 37-tägige Ersatzfreiheitsstrafe absitzen muss.
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Festnahme am Hauptbahnhof
Den Auftakt der Einsatzserie bildete dabei ein Vorfall am Montagmittag am Leipziger Hauptbahnhof. Dort kam es an der Bahnhofsmission zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen.
Nach bisherigem Ermittlungsstand soll eine der Kontrahentinnen der anderen dabei ins Gesicht geschlagen haben, sodass diese zu Boden stürzte. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich dann heraus, dass gegen eine der beiden Frauen ein Haftbefehl vorlag. Da sie die offene Geldstrafe von 320 Euro vor Ort nicht begleichen konnte, klickten die Handschellen.
Die Beamten überstellten die Frau in JVA Chemnitz, wo sie nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen absitzen muss.
Titelfoto: Elisa Schu/dpa
