Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Behörden registrieren Anstieg von Straftaten

Von Dörthe Hein

Magdeburg - Die Zahl der Straftaten mit Bezug zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich nach Angaben des Innenministeriums im Vergleich zum Wahljahr 2021 deutlich erhöht.

Die am meisten registrierten Delikte sind Beschädigungen von Plakaten (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das deute auf eine Veränderung in der Intensität des Wahlkampfes und der politischen Auseinandersetzung hin, teilte das Ministerium in Magdeburg mit. 

Während des Wahlkampfes zur Landtagswahl im September habe das Landeskriminalamt (LKA) 747 Straftaten erfasst, 2021 seien es 531 Straftaten gewesen.

In 570 Fällen seien Wahlplakate beschädigt oder entwendet worden, 2021 waren das noch 489 Fälle gewesen. Vorrangig seien Plakate der AfD, der Linken und CDU betroffen gewesen, hieß es.

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Von den weiteren 177 registrierten Straftaten (2021: 42 Straftaten) bildeten den Angaben zufolge Sachbeschädigungen mit 29 Fällen den größten Anteil, dazu Beleidigungen mit 28 Fällen, Bedrohungen mit 21 Fällen, einfache und gefährliche Körperverletzungen mit 23 Fällen.

18 Mal wurde das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen registriert. 

In 13 Fällen ging es um gegen Personen des politischen Lebens gerichtete Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung. Auch Nötigung (6 Fälle), Verleumdung und Diebstahl (jeweils vier Fälle) kamen vor.

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In vielen Fällen wird noch ermittelt

"Zahlreiche der erfassten Straftaten sind gegenwärtig noch Gegenstand laufender Ermittlungen; auch kann es noch zu Nachmeldungen durch Geschädigte oder Opfer von Straftaten kommen, sodass sich die Fallzahlen bis zum Abschluss der Erfassung im Kriminalpolizeilichen Meldedienst der politisch motivierten Kriminalität teilweise noch verändern können", so das Ministerium.

Die Zahl der erfassten Straftaten bilde den Stand vom 6. September 2026 ab, das war der Tag der Landtagswahl.

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