Gaming statt Party: Deshalb wurde in Magdeburgs Festung Mark gezockt

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Magdeburg - In der Festung Mark in Magdeburg wurde am Donnerstag ordentlich gezockt! Statt Konzert oder Party standen in den historischen Mauern diesmal Videospiele auf dem Programm, die auch von Oberbürgermeisterin Simone Borris (63, parteilos) begutachtet wurden.

Am Donnerstag wurde in der Festung Mark das Videospiel "Drova II" vorgestellt.
Am Donnerstag wurde in der Festung Mark das Videospiel "Drova II" vorgestellt.  © Robert Lilge/TAG24

Grund dafür war eine besondere Veranstaltung des Magdeburger Entwicklerstudios Just2D Interactive. Gemeinsam mit dem Spieleverlag Deck13 aus Frankfurt am Main hatte das Team zahlreiche Journalisten, Influencer und Fans aus der Community eingeladen, um sein neuestes Projekt zu präsentieren.

Nach einer ersten Vorstellung und einem Trailer konnten die Besucher das neue Spiel an mehreren Stationen selbst ausprobieren.

Im Mittelpunkt stand das Rollenspiel "Drova II - Torn Lands". Es ist der Nachfolger von "Drova - Forsaken Kin", mit dem die Magdeburger Entwickler vor genau zwei Jahren einen internationalen Erfolg feierten.

Lange Schlange vor dem FCM-Fanshop: Das war der Grund
Magdeburg Lokal Lange Schlange vor dem FCM-Fanshop: Das war der Grund

Laut Schätzungen verschiedener Statistikdienste besitzen rund 300.000 Gamer das Spiel allein auf der PC-Plattform "Steam". Bei den Nutzerbewertungen schneidet "Drova" mit rund 94 Prozent positiven Stimmen ab.

Doch bei der Veranstaltung ging es nicht nur allein ums Zocken.

Magdeburger Spiele-Entwickler beklagen Abwanderung junger Talente

Altes Gemäuer, moderne Technik: Die Festung Mark verwandelte sich in einen Ort der Videospiele.
Altes Gemäuer, moderne Technik: Die Festung Mark verwandelte sich in einen Ort der Videospiele.  © Robert Lilge/TAG24

Die Magdeburger Spiele-Entwickler nutzten die Gelegenheit auch für einen Austausch mit Oberbürgermeisterin Borris.

Zusammen mit Vertretern des Game-Bundesverbandes wurde gemeinsam über die Zukunft der Branche in der Landeshauptstadt gesprochen.

Obwohl es an der Otto-von-Guericke-Universität auch Studiengänge für Informationstechnik gibt, fehle es in der Region an passenden Arbeitsplätzen, kritisierten die Spielmacher.

Wiedereröffnung für 2027 geplant: Magdeburger Stadthalle bekommt alten Betreiber zurück
Magdeburg Lokal Wiedereröffnung für 2027 geplant: Magdeburger Stadthalle bekommt alten Betreiber zurück

Viele junge Talente verlassen deshalb nach ihrem Studium die Landeshauptstadt und suchen sich in anderen Regionen Deutschlands eine Arbeit.

Die Stadtchefin zeigte sich offen für Vorschläge, um Magdeburg als Standort für die Spielebranche attraktiver zu machen.

Sie selbst musste allerdings zugeben, dass sie vor dem Termin in der Festung Mark noch nichts von dem erfolgreichen Spiele-Entwickler-Studio gehört habe.

Grund dafür könnte sein, dass Borris selbst keine Zeit zum Spielen habe, wie sie gegenüber TAG24 äußerte. "Ich spiele am Handy, aber nicht mit dem Handy."

Titelfoto: Robert Lilge/TAG24

Mehr zum Thema Magdeburg Lokal: