Asiatischen Hornisse in München: Nest direkt in Wohnhaus gebaut

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Von Elke Richter

München - Mithilfe winziger Sender haben Fachleute das erste Nest der Asiatischen Hornisse in Oberbayern aufgespürt - und zwar mitten in München.

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Bayern aus und verdrängt heimische Arten.
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Bayern aus und verdrängt heimische Arten.  © Axel Heimken/dpa

"Das Nest soll möglichst bald entfernt werden, um die weitere Ausbreitung der für Honigbienen gefährlichen Art einzudämmen", teilte der Bezirk Oberbayern mit.

Einzelne Exemplare der 2004 nach Europa eingeschleppten Art seien in Oberbayern erstmals im vergangenen Herbst in Schrobenhausen entdeckt worden. Zuletzt hatten mehrere Sichtungen südlich und südöstlich der Theresienwiese Hinweise auf ein Nest in der Landeshauptstadt geliefert. Rund 20 Fachleute sowie ehrenamtliche Imker machten sich deshalb auf die Suche. 

Um den Hornissen auf die Spur zu kommen, stellten sie Locktöpfe mit einer süßlichen Flüssigkeit auf. Als die Tiere sie anflogen, wurden zwei Exemplare eingefangen und mit Telemetrie-Sendern - winzigen Ortungsgeräte - ausgestattet.

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Dadurch konnten die Fachleute die Insekten auf ihrem Rückflug zum Nest verfolgen; es befand sich im Dach eines Hauses. Dem Bezirk zufolge wurde die Hausverwaltung informiert und organisiert nun die fachgerechte Entfernung des Nestes.

Hornissennest muss schnellstens entfernt werden, bevor die Jungköniginnen neue Völker gründen

In die Falle gegangen: eine Asiatische Hornisse an einem der "Locktöpfe", die nahe der Theresienwiese platziert waren.
In die Falle gegangen: eine Asiatische Hornisse an einem der "Locktöpfe", die nahe der Theresienwiese platziert waren.  © Christian Altenburger/Bezirk Oberbayern

Das muss fix passieren, denn im Herbst entwickeln sich in den Nestern Jungköniginnen, die nach der Begattung überwintern und im kommenden Frühjahr neue Völker gründen können.

Ein voll entwickeltes Nest kann dabei rund 350 Jungköniginnen hervorbringen, wovon allerdings nur ein Teil überlebt und tatsächlich ein neues Volk gründet. 

Dennoch: "Mit jedem Nest, das wir rechtzeitig entdecken und entfernen, können wir die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse bremsen", betont Christian Altenburger von der Fachberatung für Imkerei des Bezirks Oberbayern.

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Die Bevölkerung solle daher alle Hinweise auf die Tiere mit ihrem dunklen Körper, einem orangefarbenen Band am Hinterleib und auffälligen gelben Beinen melden.

Die Hornissen ernähren sich von anderen Insekten, darunter Honigbienen, und können dadurch Bienenvölker schwächen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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