13-Jähriger in Münchner Hotel getötet: Polizei gibt neue Details bekannt
München - Am Mittwoch wurde ein 13-jähriger ukrainischer Junge in einem Hotel in der Maxvorstadt tot aufgefunden. Das ist der aktuelle Ermittlungsstand.
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte sich die Großmutter des Jungen am Mittwochvormittag bei der Hotelrezeption in der Arnulfstraße gemeldet, da sie sich Sorgen um ihre Angehörigen machte und bat um Nachschau in deren Zimmer.
Ein Hotelangestellter entdeckte dann gegen 9.40 Uhr den leblosen Jungen und alarmierte den Notruf. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.
Die ebenfalls im Zimmer anwesende 37-jährige ukrainische Mutter musste aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden. Sie sei derzeit nicht in Lebensgefahr, so die Polizei.
Ermittlungen ergaben, dass Mutter und Sohn, die eigentlich in Rheinland-Pfalz wohnen, sich seit Ende September in München aufhielten. Im Hotelzimmer wurden umfangreiche Spuren und verschiedene Gegenstände gesichert. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.
Eine Obduktion des Leichnams wurde bereits durchgeführt, weitere Detailuntersuchungen stehen allerdings noch aus, erklärten die Ermittler am Nachmittag: "Bislang konnte keine eindeutige Todesursache festgestellt werden."
Toter Junge in Münchner Hotel: Mutter unter Tatverdacht
Den Angaben nach besteht ein konkreter Tatverdacht gegen die Mutter, ihr Kind getötet zu haben. Die "Bild" berichtet, die Frau habe den 13-Jährigen mit Tabletten vergiftet und dann versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.
Laut Polizei muss aktuell noch entschieden werden, ob ein Haft- oder Unterbringungsbefehl für die Tatverdächtige beantragt wird.
Titelfoto: Julian Degler/dpa
