Von Lena Luisa Jaumann
München - Der Zoll hat bei Kontrollen in Münchner Betrieben Hinweise auf mögliche Arbeitsausbeutung und Verstöße gegen Sozial- und Aufenthaltsrecht festgestellt.
Wie das Hauptzollamt München mitteilte, kontrollierten Zoll, Polizei, Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit sechs Hotels, ein Restaurant und einen Einzelhandelsbetrieb. Dabei überprüften sie 77 Beschäftigte aus 25 Nationen.
Fünf Beschäftigte könnten demnach Opfer von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung sein. Zudem sei ein Tatverdächtiger ermittelt worden.
Die Ermittler stellten ferner 26 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht sowie die Sozialgesetzgebung fest.
"Im Fokus der Prüfungen standen insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Mindestlohnbestimmungen, die erforderlichen Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse sowie die ordnungsgemäße Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen", so der Zoll.
Die Aktion war Teil europaweiter Kontrolltage der Plattform EMPACT (European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats) gegen organisierte Kriminalität.