Brandsätze auf Baustelle bei Rüstungsfirma geworfen: LKA vermutet Anschlag

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München - Mehrere Brandsätze sind in der Nacht zu Donnerstag auf eine Baustelle im Stadtteil Berg am Laim geworfen worden. Einer zündete, ein weiterer musste unschädlich gemacht werden.

Nach der Brandattacke riegelt die Polizei unweit des Ostbahnhofs eine Straße ab.
Nach der Brandattacke riegelt die Polizei unweit des Ostbahnhofs eine Straße ab.  © Peter Kneffel/dpa

Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) vermutet einen Anschlagsversuch gegen ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich, wie am Donnerstagmorgen mitgeteilt wurde.

Die Behörde nannte den Namen der Firma nicht konkret. Vor Ort liegt die Firmenzentrale des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz. Die Brandsätze waren gegen Mitternacht aus einem Auto auf die Baustelle vor dem Unternehmen geworfen worden. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei.

Nach einer Fahndung wurden an einer Tankstelle am Innsbrucker Ring eine 28-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann mit bulgarischer Staatsbürgerschaft festgenommen. Inwieweit sie mit der Tat in Verbindung stehen, sei Gegenstand der Ermittlungen, so die Polizei.

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Mindestens einer der Brandsätze zündete an der Baustelle und löste eine Feuer aus, dass von den Polizisten gelöscht werden konnte. Ein größerer Schaden sei nicht entstanden. Spezialisten mussten einen weiteren Brandsatz entschärfen.

In der Nacht zum Donnerstag waren mehrere Brandsätze auf die Baustelle im Stadtteil Berg am Laim geworfen worden.
In der Nacht zum Donnerstag waren mehrere Brandsätze auf die Baustelle im Stadtteil Berg am Laim geworfen worden.  © Peter Kneffel/dpa

Rohde & Schwarz reagiert zurückhaltend auf Einsatz vor Betriebsgelände

Der Münchner Technologiekonzern Rohde & Schwarz stellt unter anderem Sicherheitstechnik und Kommunikation für Behörden und das Militär her.

Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk reagierte die Firma selbst zurückhaltend. Eine Sprecherin bestätigte den Polizei- und Feuerwehreinsatz vor der Tür, betonte aber auch, dass das Betriebsgelände nicht betroffen sein.

Weitere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht.

Erstmeldung 8.25 Uhr, zuletzt aktualisiert 10.07 Uhr

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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