Polizei schießt auf Jugendlichen in München: 14-Jähriger verletzt

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Von Sabine Dobel, Friederike Hauer

München - Bei einem Polizeieinsatz im Münchner Stadtteil Schwabing ist ein 14-jähriger Schüler aus dem Landkreis Miesbach durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe schwer verletzt worden.

Ein Jugendlicher hantierte mit einer täuschend echt aussehenden Waffe und wurde deshalb von der Polizei angeschossen.
Ein Jugendlicher hantierte mit einer täuschend echt aussehenden Waffe und wurde deshalb von der Polizei angeschossen.  © Felix Hörhager/dpa

Der Jugendliche hatte am Dienstagabend auf offener Straße mit einem pistolenähnlichen Gegenstand hantiert. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Softair-Waffe, die einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter, täuschend ähnlich sah. 

Per Notruf war der Polizei ein "etwa 20-jähriger Mann" mit einer Waffe nahe dem Hohenzollernplatz gemeldet worden.

Als Zivilbeamte den Jugendlichen an der Clemensstraße ansprachen und ihn aufforderten, die Waffe fallenzulassen, habe er sich mit der Waffe in der Hand zu den Beamten umgedreht, berichtete der Pressesprecher der Polizei, Thomas Schelshorn. Daraufhin habe ein Beamter geschossen. 

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Der 14-Jährige wurde im Oberkörper getroffen. Der Jugendliche sei ins Krankenhaus gebracht worden und derzeit stabil.

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Die Softair-Waffe des Jugendlichen sah einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter täuschend ähnlich.
Die Softair-Waffe des Jugendlichen sah einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter täuschend ähnlich.  © Sabine Dobel/dpa
Die Haltestelle Clemensstraße in Schwabing wurde gesperrt.
Die Haltestelle Clemensstraße in Schwabing wurde gesperrt.  © Felix Hörhager/dpa

Das Bayerische Landeskriminalamt prüfe, wie stets in solchen Fällen, die Rechtmäßigkeit des Waffeneinsatzes durch die Polizei. Es werde nicht gegen den Kollegen ermittelt, der geschossen hatte, betonte Schelshorn. Gegen den Jugendlichen, der bereits polizeilich bekannt war, werde wegen der Bedrohung der Beamten ermittelt. 

Der Jugendliche mit türkischer Staatsangehörigkeit, der zunächst von Beamten und Zeugen deutlich älter geschätzt wurde, war laut Schelshorn mit seinen Eltern 2023 nach Deutschland gekommen und hatte Asylantrag gestellt. Der Antrag sei aber abgelehnt und die Abschiebung angedroht worden.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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