München - Am Dienstag wurde es für einen Lkw plötzlich eng in der Münchner Chiemgaustraße. Der Fahrer unterschätzte die Höhe seines Sattelzugs und blieb mit seinem Auflieger in einer Bahnunterführung stecken, teilte die Feuerwehr München mit.
Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, war der hintere Bereich des Aufliegers bereits massiv eingedrückt und hatte sich unter der Brücke verkeilt.
Die Bergung des Lkw stellte die Feuerwehr vor eine zusätzliche Herausforderung: Direkt neben dem Fahrzeug verlief eine Oberleitung, die noch unter Spannung stand. An eine Bergung war deshalb zunächst nicht zu denken. Die Leitung musste erst abgeschaltet und anschließend ordnungsgemäß geerdet werden.
Danach machten sich die Einsatzkräfte daran, den Lkw um die entscheidenden Zentimeter abzusenken. Dafür wurde zunächst die Luftfederung komplett heruntergelassen. Weil das Fahrzeug dadurch noch nicht tief genug kam, wurde zusätzlich der Reifendruck um rund ein Drittel reduziert.
Mit Erfolg: Der Lkw konnte schließlich weit genug abgesenkt werden.
Für die Dauer des Einsatzes musste der Tramverkehr in Richtung Süden komplett eingestellt werden. Im Anschluss soll die Polizei die Brücke zusammen mit einem Statiker auf mögliche Schäden untersuchen.