Horror-Unfall auf Oktoberfest: Mitarbeiter von Free-Fall-Tower wird von Gondel getroffen und stirbt
München - Ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts auf dem Oktoberfest wurde bei einem Unfall am Montagabend tödlich verletzt.
Wie die Polizei mitteilte, passierte der Betriebsunfall gegen 21.50 Uhr am Free-Fall-Turm "Hangover" auf dem Festgelände. Als die Gondel mit Fahrgästen aus großer Höhe zu Boden rauschte, habe sich der 52-jährige serbische Mitarbeiter des Fahrgeschäftes in dem Bereich am Boden aufgehalten.
Er wurde von der Gondel getroffen, möglicherweise auch eingequetscht. Er musste vor Ort reanimiert werden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus, wo er starb.
Laut der Homepage des Fahrgeschäfts beträgt die Fallgeschwindigkeit bis zu 90 Kilometer in der Stunde. Die Fahrgäste seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, so die Polizei. Augenzeugen des Unfalls mussten durch ein Kriseninterventionsteam der Aicher Ambulanz Union betreut werden.
Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde abgesperrt, die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen vor Ort. Um den Fall umfassend zu klären, werden Zeugen gesucht.
Wer sachdienliche Hinweise geben kann und insbesondere Videoaufnahmen vom Unfall gemacht hat, soll sich mit der Münchner Polizei unter der Telefonnummer 089/29100 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.
OB Krause reagiert bestürzt auf Todesfall, "Hangover"-Öffnung wird beraten
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36) reagierte bestürzt auf den Unfall: "Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen", teilte der Grünen-Politiker auf Instagram-Threads mit.
Die Mitarbeiter sind schwer vom Tod ihres Kollegen getroffen, so der "Hangover"-Betreiber am Dienstag. Wie es mit dem Fahrgeschäft weitergeht, war am Vormittag noch offen. "Nachdem es kein technisches Problem sein wird, so wie es jetzt aussieht, werden wir auf alle Fälle wieder öffnen", sagte die Schausteller-Sprecherin Heckel dem Bayerischen Rundfunk. "Das steht schon mal fest. Zu welchem Zeitpunkt kann man nicht sagen. Jetzt ist einfach die Bestandsaufnahme von allen möglichen Sicherheitsbehörden".
Es ist schon der zweite Unfall mit einem Fahrgeschäft in diesem Wiesnjahr. Am Samstagabend mussten Fahrgäste in einem neuen Drehkarussell minutenlang kopfüber ausharren, bis sie aus ihren Sitzen geholt wurden.
Grund der Panne war wohl ein defekter Sensor. Der TÜV rückte an und gab das Fahrgeschäft schließlich wieder frei.
Erstmeldung 6.28 Uhr, zuletzt aktualisiert 11.57 Uhr
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

