Oktoberfest in München: Breznverkäufer in Lebensgefahr, Festnahme wegen möglicher Drohung per Live-Stream
München - Für rund 2,5 Wochen heißt es wieder "O'zapft is!". Bis zum 4. Oktober werden beim Oktoberfest in München wieder Millionen Besucher auf der Theresienwiese erwartet.
Es wird getrunken, geschunkelt und geflirtet, was das Zeug hält.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Auf dem Oktoberfest passieren ebenso Diebstähle, Belästigung und Skandale.
Mit unserem Liveticker zum Oktoberfest bleibt Ihr auf dem Laufenden.
21. September, 13.48 Uhr: Polizei ermittelt wegen Drohnenflugs über der Wiesn
Die Polizei ermittelt gegen einen 37-Jährigen, der eine Drohne verbotenerweise und stark betrunken über das Wiesn-Gelände in München gesteuert hat.
Die Drohne wurde am Sonntagabend über dem Oktoberfest bemerkt, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf hätten Beamte in der Nähe den 37-jährigen Piloten angetroffen, während die Drohne noch in der Luft gewesen sei. Laut Polizei hatte der Mann einen Alkoholwert von zwei Promille. Die Drohne wurde sichergestellt.
Gegen den 37-Jährigen wird jetzt wegen mehrerer Verstöße ermittelt: Er habe nicht die nötigen Kompetenzen nachweisen können, um die Drohne führen zu dürfen, außerdem sei die Drohne nicht registriert gewesen. Auch darf der Pilot einer Drohne nicht alkoholisiert sein. Laut Polizei flog die Drohne zudem über der Wiesn im Luftbeschränkungsgebiet.
Bei dem verbotenen Drohnenflug wurden laut Polizei keine Personen verletzt oder Gegenstände beschädigt.
21. September, 13.34 Uhr: Drohung per Wiesn-Stream? Ermittlungen gegen 22-Jährigen
Ein 22-Jähriger soll in einem TikTok-Livestream auf dem Oktoberfest eine Drohung gegen das Fest geäußert haben. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte jemand die Beamten über den Livestream und eine mögliche Drohung darin.
Kurz darauf konnte der 22-Jährige am Münchner Hauptbahnhof festgenommen werden. Die Beamten werteten den privaten TikTok-Livestream aus und kamen laut Polizei zu dem Schluss, dass keine ernstzunehmende Bedrohung bestehe.
Es sei auch nicht klar, ob überhaupt Drohungen geäußert wurden. Der 22-Jährige wurde daraufhin laut Polizei wieder entlassen.
Im Laufe der Ermittlungen werden nun entschieden, ob es zu einem Strafverfahren gegen den 22-Jährigen kommt. In jedem Fall wird gegen ihn ermittelt, da es nach der Oktoberfestverordnung verboten ist, von der Theresienwiese während des Fests zu streamen.
21. September, 12.54 Uhr: Breznverkäufer hat plötzlich Arm-Probleme, dann wird es lebensgefährlich
Ein Mitarbeiter auf dem Oktoberfest hat es womöglich seinem Job als Breznverkäufer zu verdanken, dass sein Leben gerettet wurde.
Wie die Aicher Ambulanz mitteilte, fiel dem 47-Jährigen am Sonntagabend das Schieben seines Breznwagens plötzlich sehr schwer. Seine Arme funktionierten offenbar nicht mehr so gut. Er stellte sich deshalb 15 Minuten nach Auftreten der Symptome bei der wenige Meter entfernten Oktoberfest-Sanitätswache vor.
Da seine Arme aber völlig in Ordnung zu sein schienen, fiel der Verdacht der Sanitäter schnell auf ein kardiologisches Problem. Die Einsatzkräfte verlegten den 47-Jährigen sofort in den Akutraum, wo er von einem Notarzt kardiologisch untersucht wurde.
"Dank modernster Medizintechnik konnte ein lehrbuchartiger Herzinfarkt festgestellt werden", so die Aicher Ambulanz. So konnten umgehend Maßnahmen eingeleitet und der Mann in eine Münchner Klinik zur weiteren Behandlung gebracht werden.
"Die schnelle Behandlungskette rettete dem Breznverkäufer vielleicht das Leben und er geht im Idealfall ohne Schaden am Herzmuskel nach Hause", erklärt Wiesn-Notarzt Olli.
21. September, 7.24 Uhr: "Bier, Boobs, Breezn" - ein lesbisches Wiesn-Event
"Wo sind eigentlich die lesbischen Frauen?", wollte Sina Scherer in Bezug auf das Oktoberfest wissen. Sie ist die Veranstalterin von "Bier, Boobs, Brezn", einem Event, das auf den Gay Sunday folgt, den sogenannten Rosa Sonntag, der traditionell von schwulen Männern dominiert wird.
Mehr dazu lest Ihr im Artikel: "Bier Boobs, Brezn": Ein lesbisches Wiesn-Event direkt nach dem Gay Sunday.
Das Oktoberfest in München läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober. Der historische Besucherrekord geht auf das Jahr 2023 zurück, wo bis zu 7,2 Millionen Besucher auf das größte Volksfest der Welt strömten.
Titelfoto: Aicher Ambulanz Union