Puma-Jagd in München: Polizei warnt vor KI-Bildern aus Wohngebieten

Oberding - Die Suche nach einem mutmaßlichen Puma im Raum München geht weiter. Hubschrauber, Drohnen und eine Wärmebildkamera fanden nichts - gibt es die Raubkatze überhaupt?

Der Puma, auch Berglöwe genannt, ist nicht in Bayern heimisch. Seine natürlichen Lebensräume liegen in Nord-, Mittel- und Südamerika. (Symbolbild)  © Ronald Wittek/dpa

Ein Jäger hatte am Dienstagabend ein verdächtiges Tier gefilmt. Experten hielten es angesichts dieses Material danach für möglich, dass ein Puma in der Gemeinde Oberding in Oberbayern unterwegs sei.

Laut dem Landratsamt Erding ist es aber noch unklar, um welches Tier es sich handelt.

Die Suche am Mittwoch mit Hubschrauber und Drohnen und in der Nacht sogar mit einer Wärmebildkamera verlief ohne Ergebnis. Auch Hinweise aus der Bevölkerung brachten keine konkreten Spuren. Am Donnerstag geht die Suche mit Hunden weiter.

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Mit unserem Liveticker zur Suche bleibt ihr auf dem Laufenden.

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8. Oktober, 13.55 Uhr: Polizei warnt vor KI-Bildern zu Raubkatze in Wohngebieten

Im Zuge der Suche warnt die Polizei vor mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Abbildungen von Raubkatzen.

Solches Material habe auch die Polizei erreicht, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta. "Da möchte ich bewusst eine Grenze setzen. Diese Bilder behindern unsere Ermittlungsarbeit." Eine Abbildung zeige zum Beispiel eine Großkatze mitten in einer Ortschaft in der Region, sagte Pinta. Die Polizei müsse dann vor Ort ermitteln und mit den Menschen sprechen, von denen die Abbildungen angeblich stammen.

"Das ist eine bewusste falsche Hinweisgebung an die Polizei", sagte Pinta bei einer Pressekonferenz im Erdinger Landratsamt. "Und sie beunruhigen durch die Verbreitung auf Social Media die Wohnbevölkerung. Und das lassen wir als Polizei nicht zu."

Die Aufnahme, die die Suche nach dem Tier ausgelöst hatte, halte man aber für authentisch, betonte Pinta.

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Bisher brachte die Suche der Polizei keine Ergebnisse.  © Peter Kneffel/dpa

8. Oktober, 13.45 Uhr: Bevölkerung soll wachsam bleiben

Die Sprecherin des Landratsamts Erding rief die Bevölkerung in einer Pressekonferenz dazu auf, weiter aufmerksam zu bleiben und sich bei Auffälligkeiten mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Man werde aber weiter nach Hinweisen auf das Tier suchen und am Wochenende verstärkt in der Region um Oberding für Menschen ansprechbar sein.

8. Oktober, 13 Uhr: Bisher keine Spur von wildem Tier entdeckt

Die Suche nach einem möglichen Puma im oberbayerischen Landkreis Erding hat bislang zu keinen Ergebnissen geführt.

Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht gesichert gesagt werden, ob es sich um einen Puma oder ein ganz anderes Tier handele, sagte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bei einer Pressekonferenz.

Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, sagte, man habe bisher keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma im Zuge der Suche gefunden.

Die Polizei verschaffte sich mit Drohnen aus der Luft einen Überblick über das Gelände.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

8. Oktober, 10 Uhr: Polizei setzt Spürhunde ein

Zwei Hundeführer mit ihren Schäferhunden sind am Donnerstag im Landkreis Erding im Einsatz, um das Raubtier aufzuspüren. Sie suchen dabei auch speziell Beute oder Beuteteile, erklärte die Polizei.

Derzeit sind rund 15 Beamte vor Ort und sechs im Innendienst, um den Fall zu klären. Dabei nehmen die Kräfte Rücksicht auf das Naturschutzgebiet und ebenfalls die dort lebenden Tiere, betont der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta.

Die Hunde sind angeleint und suchen punktuell, rund um die ursprüngliche Sichtung im Notzinger Moos, in der Nähe des Münchner Flughafens.

Einsatzkräfte der Polizei durchkämmen das Gebiet am Notzinger Moos nach Spuren der Raubkatze.  © Peter Kneffel/dpa

8. Oktober, 7 Uhr: Suche mit Wärmebildkamera bringt kein Ergebnis

Eine Polizeisprecherin erklärte am Morgen, die Kamera habe keine neue Spur gebracht.

In der Nacht wurde das Gebiet im Notzingermoos in der oberbayerischen Gemeinde Oberding mit Wärmebildtechnik aus der Luft nach dem mutmaßlichen Puma abgesucht. 

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