Puma-Jagd in München: Spürhunde suchen nach Beuteteilen
Von Manuel Rank, Friederike Hauer
Oberding - Die Suche nach einem mutmaßlichen Puma im Raum München geht weiter. Hubschrauber, Drohnen und eine Wärmebildkamera fanden nichts - jetzt sollen Spürhunde helfen.
Zwei Hundeführer mit ihren Schäferhunden sind am Donnerstag im Landkreis Erding im Einsatz, um das Raubtier aufzuspüren. Sie suchen dabei insbesondere Beute oder Beuteteile, erklärte die Polizei.
Derzeit sind rund 15 Beamte vor Ort und sechs im Innendienst, um den Fall zu klären. Dabei nehmen die Einsatzkräfte Rücksicht auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere, betont der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta.
Die Hunde sind angeleint und suchen punktuell, rund um die ursprüngliche Sichtung im Notzinger Moos, in der Nähe des Münchner Flughafens.
Die Suche am Mittwoch mit Hubschrauber und Drohnen und in der Nacht mit einer Wärmebildkamera verlief ohne Ergebnis. Auch Hinweise aus der Bevölkerung brachten keine konkreten Spuren.
Polizei im Notzinger Moos: Streift ein Puma durch Oberbayern?
Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend ein verdächtiges Tier gefilmt. Experten hielten es angesichts dieses Material für möglich, dass ein Puma in der oberbayerischen Gemeinde Oberding unterwegs sei.
Laut dem Landratsamt Erding ist es aber noch unklar, um welches Tier es sich handelt. Auch woher es stammen könnte, ist ungeklärt. Kreisjägerchef Thomas Schreder erklärte gegenüber der dpa, dass es sich bei dem Tier nicht um eine heimische Raubkatze wie zum Beispiel einen Luchs handelt.
Woher die Raubkatze stammen könnte, ist unklar. Zwar gastiert im nahen Hallbergmoos ein Zirkus, doch der besitzt nach eigenen Angaben keine Pumas. Private Halter müssten ein solches Tier eigentlich der örtlichen Gemeinde melden.
Heimisch ist der Puma in Bayern jedenfalls nicht: Die Weltnaturschutzunion IUCN benennt als Lebensräume des Pumas Nord-, Mittel- und Südamerika.
Erstmeldung 8.34 Uhr, zuletzt aktualisiert 11.32 Uhr
Titelfoto: Bildmontage: Ronald Wittek/dpa, Peter Kneffel/dpa

