16-Jähriger klettert auf Zugdach: Schwerste Verbrennungen durch Stromschlag

München/Moosburg an der Isar - Ein 16-Jähriger kletterte am Sonntag auf einen Regionalzug in Oberbayern und erlitt einen Stromschlag.

Ein Jugendlicher (16) ist auf das Dach eines Regionalzugs geklettert und wurde schwer verletzt. (Symbolfoto)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie die Bundespolizei mitteilte, meldete die Leitstelle Erding am Sonntag gegen 18 Uhr eine schwer verletzte Person am Moosburger Bahnhof.

Der 16-jährige Deutsche war zuvor auf das Dach des in Richtung Marktredwitz fahrenden Regionalzugs geklettert. In der Nähe des Bahnhofs Moosburg kam er mit der Oberleitung in Kontakt, erklärte die Bundespolizei.

Dabei erlitt der Junge aus dem Kreis Ebersberg einen Stromschlag und fiel vom Zug. Den Angaben zufolge konnte er dann noch selbst einige Meter in eine angrenzende Wiese laufen und fiel dann zu Boden.

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Er wurde zuerst vor Ort von einem Notarzt behandelt und dann mit dem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Der Stromschlag verursachte schwerste Verbrennungen an seinen Beinen und seinem Oberkörper. Laut Angaben vom Montag schwebt der Jugendliche aber nicht in Lebensgefahr.

Zum Unfallzeitpunkt soll sich noch eine zweite Person auf dem Zug befunden haben. Sie flüchtete allerdings vor dem Eintreffen der Polizei in unbekannte Richtung. Nach ihr wurde gefahndet - jedoch ohne Erfolg.

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15.000 Volt an Oberleitung: Lebensgefahr auf Bahnwaggons

Der Junge musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Die etwa 200 Fahrgäste im Zug mussten am Bahnhof Moosburg durch Einsatzkräfte der Bundespolizei, der Polizeiinspektion Moosburg sowie der Feuerwehren Moosburg und Thonstetten evakuiert werden. Die Bahnstrecke zwischen Freising und Landshut blieb bis 20 Uhr gesperrt.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor den Gefahren im Gleisbereich: "Von der 15.000 Volt führenden Oberleitung kann auch ohne direkten Kontakt ein Lichtbogen überspringen."

Sowohl auf den Schienen als auch auf den Waggons besteht Lebensgefahr.

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