Wegen Klimaprotest: Flieger mit Notfall-Patient musste umgeleitet werden

München - Wegen des Klimaprotests am Münchner Flughafen konnte am Donnerstagmorgen ein Flugzeug mit einem Notfall-Patienten erst mit rund 20-minütiger Verspätung landen.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stehen neben dem Zubringer einer Start- und Landebahn am Airport Franz-Josef-Strauß, auf dem sich vier Klimaaktivisten angeklebt haben.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stehen neben dem Zubringer einer Start- und Landebahn am Airport Franz-Josef-Strauß, auf dem sich vier Klimaaktivisten angeklebt haben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach Informationen der Polizei hatte um 8.30 Uhr eine Maschine im Anflug auf München einen medizinischen Notfall gemeldet.

In der Folge sollte der Flieger um 9.18 Uhr auf der nördlichen Landebahn aufsetzen, musste dann aber wegen der dortigen Sperrung auf die Südbahn umgeleitet werden, wo er erst um 9.38 Uhr landen konnte.

"Ein 80-jähriger Passagier klagte über Schmerzen in der Brust. Nach jetzigem Stand ist er derzeit Gott sei Dank in einem stabilen Zustand", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (66, CSU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

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"Eine schwerere Akut-Erkrankung wie ein Herzinfarkt hatte sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Das war aber nur Glück und als die Maschine noch in der Luft war, noch nicht absehbar", betonte Herrmann. Gerade bei Notfällen würden oftmals Minuten über Leben oder Tod entscheiden.

Der Vorfall verdeutliche, wie "kaltschnäuzig und bewusst diese Klimawahnsinnigen mit dem Leben anderer Menschen spielen. Einerseits sich als Weltverbesserer aufspielen und andererseits Leben zu gefährden passt nicht zusammen", so Herrmann.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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