20 Jahre "Ackis"- Aber wie lange hält die Dynamokneipe noch durch?





Susanne (37) und Rene Ackermann (43) kümmern sich um die Dynamo-Fans genauso wie um ihre zahlreichen Stammgäste
Susanne (37) und Rene Ackermann (43) kümmern sich um die Dynamo-Fans genauso wie um ihre zahlreichen Stammgäste  © Steffen Füssel

Dresden – Wenn Dynamo Heimspiel hat, belagert eine gelb-schwarze Menschenflut "Ackis Sportsbar" an der Grunaer Straße. Am 16. Dezember geht es außerspielplanmäßig noch höher her: Da feiert die Kult-Bierbar 20. Geburtstag.

Das Bier ist günstig, für Hungrige gibt es eine „Wurscht“ und geraucht werden darf in der Gaststube auch. Nicht nur für viele Fußballfans ist "Ackis" so etwas wie ein zweites Zuhause, viele Dresdner nehmen hier abends ihr Feierabendbier. 

Frank (59) kommt fast täglich nach der Arbeit hier her. "Es liegt auf dem Heimweg, man kann sich mit anderen austauschen", sagt er. Stammgast Paul (49) ergänzt: "Ich bin hier zu Hause."

Vor 20 Jahren war Rainer Ackermann (62) auf den leer stehenden Souvenir-Pavillon aufmerksam geworden. Der Kfz-Schlosser fragte bei der Stadt an, die gab grünes Licht.

"Ackis Sportsbar“ hat schon viele Veränderungen überlebt. Bald verschwindet die Wiese neben der Kneipe unter Wohnblöcken.
"Ackis Sportsbar“ hat schon viele Veränderungen überlebt. Bald verschwindet die Wiese neben der Kneipe unter Wohnblöcken.  © Steffen Füssel

Mit Sohn René (43), einst Fußballer, startete er die "Bierstube", die vor ein paar Jahren in die moderner klingende "Sportsbar" umbenannt wurde. Seit letztem Sommer hat die Kneipe auch „Sky“.

Die "Ackis" haben sich nicht nur innen auf Neuerungen einstellen müssen, auch rund um die Kneipe verändert sich das Stadtbild. Zuerst kam die Gläserne Manufaktur.

"Kein Problem, die feiern auch mal hier", so Acki-Junior. Vor ein paar Monaten öffnete das Einkaufszentrum schräg gegenüber seine Pforten, leider kaufen seither manche ihr Bier dort und kommen damit vor die Kneipe.

Bis Ende 2018 sollen 40 Eigentumswohnungen, die "Lenné Terrassen", direkt neben der Kneipe entstehen. Das löst gemischte Gefühle aus: "Wir müssen mal sehen, wie das wird. Die Atmosphäre wird sich verändern", sagt Susanne Ackermann (37).

Der größte Wunsch der Familienunternehmer: Dass die Stadt möglichst noch viele Jahre die Pacht verlängert. Am 16. Dezember wird darauf erst einmal bei einer Feier mit Freunden und Fans der "Ackis" angestoßen.

Vater Rainer Ackermann (62) hatte vor 20 Jahren die zündende Idee einer „Bierstube“ auf der Ecke, in der Nähe des Stadions.
Vater Rainer Ackermann (62) hatte vor 20 Jahren die zündende Idee einer „Bierstube“ auf der Ecke, in der Nähe des Stadions.  © Steffen Füssel

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