Heute beginnt der Prozess um Sachsens grausamstes Verbrechen 2016

Der angeklagte Faouzi A. (37) auf dem Weg in den Gerichtssaal. Ihm wird der Mord an einem in Leipzig lebenden Ehepaar vorgeworfen.
Der angeklagte Faouzi A. (37) auf dem Weg in den Gerichtssaal. Ihm wird der Mord an einem in Leipzig lebenden Ehepaar vorgeworfen.  © Ralf Seegers

Leipzig - Der Prozess um Sachsens grausamstes Verbrechen 2016 beginnt: Der Tunesier Faouzi A. (37) soll zwei Landsleute getötet und deren Gebeine in einem Badesee versenkt haben.

Insgesamt elf Prozesstage sind für die Hauptverhandlung am Leipziger Landgericht angesetzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem mittellosen Faouzi A. vor, das schon länger in Leipzig lebende Ehepaar Hadia (32) und Ali T. (37) aus Habgier getötet zu haben. Drei Tage lang, so rekonstruierten es die Ermittler, räumte er nach dem Doppelmord Schmuck, Handys, Geld, Kleidung und Rauschgift aus der Wohnung der Toten.

Nach Version der Staatsanwaltschaft soll der Tunesier seine Landsleute am 23. Juli kurz nach Mitternacht in deren Wohnung in einem Plattenbau an der Zolligkoferstraße aufgesucht, sofort mit einem Hammer bewusstlos geschlagen und kurz darauf mit einem Messer erstochen haben.

Den Ermittlungen zufolge zerstückelte der Küchenhelfer daraufhin bis zum Vormittag in der Opfer-Wohnung beide Leichen. Wie er die Gebeine schließlich ohne Auto unbemerkt zu dem fünf Kilometer entfernten Naturbad „Bagger“ bringen konnte, ist eine von zahlreichen offenen Fragen in dem Fall.

Ein forensischer Psychiater muss darüber hinaus klären, ob der psychisch auffällige, zudem drogenabhängige Faouzi A. überhaupt schuldfähig ist.

Im Rahmen des Prozesses steht auch die Frage im Raum, ob Faouzi A. überhaupt schuldfähig ist.
Im Rahmen des Prozesses steht auch die Frage im Raum, ob Faouzi A. überhaupt schuldfähig ist.  © Ralf Seegers

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