Tränen vor Gericht: Hauptbahnhof-Dealer wandert in den Knast

Drogendealer Moutiaa Ben R. (29) muss nun für lange Zeit hinter Gitter.
Drogendealer Moutiaa Ben R. (29) muss nun für lange Zeit hinter Gitter.  © Ove Landgraf

Dresden - Da nutzen auch Tränen nichts. Moutiaa Ben R. (29) wurde im Amtsgericht zu über vier Jahren Haft verurteilt. Der Tunesier dealte am Hauptbahnhof und schlug Passanten.

Seine Bilanz ist beachtlich: Der Kellner kam im Januar 2016 als Flüchtling nach Deutschland, sein Asylantrag wurde abgelehnt. Seit Mai 2016 soll er abgeschoben werden. Doch die Papiere fehlen.

Derweil lässt Moutiaa Ben R. bei der Justiz arbeiten: Er kassierte eine Strafe wegen Fahrens ohne Führerschein und im November einen Strafbefehl wegen Drogenhandels. Doch an dem Tag, als der Richter dieses Urteil sprach, dealte der Kellner am Hauptbahnhof schon wieder!

Obendrein schlug er massiv um sich: Eine Gruppe Nordafrikaner stritt an der Haltestelle am Bahnhof. Mit dabei Moutiaa Ben R., der völlig grundlos einen zufällig vorbeikommenden geistig behinderten Jugendlichen schlug. Und auch einen Studenten (30), der da stand: "Er fragte, ob ich auch ein Scheißdeutscher bin, und schlug mit einer Flasche zu."

Moutiaa Ben R. weinte im Gericht: "Tut mir leid. Ich habe ganz viel Alkohol getrunken." Es half nichts. Er muss insgesamt vier Jahre und einen Monat in Haft.

Übrigens könnte ihm eine Anzeige wegen Sachbeschädigung blühen: Er beschmierte im Haftkeller des Gerichts die Wände.


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