Flüchtlinge bilden Banden und bewaffnen sich auf dem Schwarzmarkt

Athen - Große Sorge bei den Menschen in Griechenland, vor allem aber in Athen. Denn immer mehr Migranten bewaffnen sich dort. Die Situation droht zu eskalieren.

Die Schusswaffen besorgen sich die Migranten auf illegalen Wegen.
Die Schusswaffen besorgen sich die Migranten auf illegalen Wegen.  © 123rf.com/keeweeboy

Wie das Nachrichtenportal Interia berichtet, bilden die Migranten vor allem in Athen kriminelle Banden und besorgen sich Waffen auf dem Schwarzmarkt.

Die Polizei sei mit der sich zuspitzenden Lage völlig überfordert, berichtet auch die griechische Zeitung Proto Thema.

Grund für die Zusammenrottung sei, dass viele Migranten keine Chance auf ein besseres Leben in Griechenland für sich sehen. Oder ihre Hoffnung auf eine Ausreise in ein anderes EU-Land wird kleiner. Dann "schließen sie sich häufiger den Banden an" (Interia). Vor allem werde das bei Afghanen beobachtet.

Die anarchischen Gruppen seien auch nicht nur gegenüber der Polizei äußerst aggressiver, sondern bedrohen auch andere Migranten. Wie Interia berichtet, würden etwa afghanische Migranten von anderen Flüchtlingen 50 Euro abzocken, um sie in Ruhe zu lassen. Der Preis würde sogar noch je nach Nationalität steigen.

Als besonders aggressiv werden auch Banden von Algeriern, Palästinensern und Pakistanis eingestuft. Zuletzt hatte es bei rivalisierenden Bandenkämpfen im Hafen von Patra auf den Peloponnes Tote gegeben. Migranten hatten versucht, illegal auf eine Fähre zu kommen, die auf dem Weg nach Italien war.

Flüchtlinge kommen am 15.04.2018 in einem Schlauchboot aus der Türkei in der Nähe der griechischen Hafenstadt Mytilini an.
Flüchtlinge kommen am 15.04.2018 in einem Schlauchboot aus der Türkei in der Nähe der griechischen Hafenstadt Mytilini an.  © Kay Nietfeld/dpa

Titelfoto: 123rf.com/dimaberkut/keeweeboy


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