Sie sollen Angst bekommen: Wölfe werden jetzt mit Steinen beschmissen

Die Welpen des Milkeler Rudels kamen bei Lohsa zwei Jägern ziemlich nah.
Die Welpen des Milkeler Rudels kamen bei Lohsa zwei Jägern ziemlich nah.

Bautzen - Jetzt geht es den neugierigen Wolfswelpen bei Lohsa an den Kragen: Nachdem Jungtiere erstaunlich nah auf zwei Jäger zugingen, schwärmen jetzt Mitarbeiter des Lupus-Instituts und des Biosphärenreservats aus. Ihre Mission: Den Graupelzen zeigen, dass Menschen gar nicht freundlich sind.

„Die Landesdirektion hat die Vergrämung der mindestens drei Jungtiere genehmigt“, erklärt Sophia Liehn (28) vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“.

So sind jetzt beinahe täglich die beiden Wolfsforscherinnen Gesa Kluth (47) und Ilka Reinhardt (51) sowie Sachsens Wolfsmanager André Klingenberger (38) im Reservat unterwegs, um die Tiere zu verjagen.

„Bei Sichtungen wird laut geschrien, ihnen hinterhergelaufen oder mit Steinen und anderen Gegenständen geworfen“, erklärt Liehn.

„Sollten sie sich davon nicht beeindrucken lassen, kommen Gummigeschosse zum Einsatz.“ Klingenberger hat für den Einsatz der Waffe im Reservat eine Genehmigung.

Normalerweise geht André Klingenberger (38) mit Flatterband gegen 
aufdringliche Wölfe vor, nun müssen Steine und Gummigeschosse ihren Dienst 
tun.
Normalerweise geht André Klingenberger (38) mit Flatterband gegen aufdringliche Wölfe vor, nun müssen Steine und Gummigeschosse ihren Dienst tun.

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