Ist das noch gerecht? So oft sind verbeamtete Lehrer wirklich krank!

Berlin - Beamte können im Prinzip nicht gefeuert werden und bekommen unbegrenzt volles Gehalt – auch wenn sie lange krank sind. Aktuelle Zahlen zeigen: das führt zu deutlich mehr Ausfällen!

Während Beamte krank sind, gehen angestellte Lehrer arbeiten. (Symbolbild)
Während Beamte krank sind, gehen angestellte Lehrer arbeiten. (Symbolbild)  © 123RF

In der Spitze sind verbeamtete Lehrer sogar doppelt so oft krank, wie ihre angestellten Kollegen. Das berichtete der "Tagesspiegel".

Die Zahlen stammen aus den Krankheitsstatistiken der Berliner Senatsverwaltung und lassen die Frage aufkommen:

Ist es sinnvoll wieder allen Lehrern den Beamtenstatus zu geben?

Insbesondere länger andauernde Krankheiten scheinen verbeamtete Lehrer häufiger zu plagen: In der Altersgruppe zwischen 40 und 50 sind drei Prozent der angestellten Lehrer zwischen sechs Wochen und sechs Monaten krank.

Von den verbeamteten Lehrern hingegen fallen 6,5 Prozent (!) für einen so langen Zeitraum aus.

Eine Rückkehr zum Beamtenstatus für Berliner Lehrer fordern seit einiger Zeit Teile der Berliner SPD. Doch die Partei ist in zwei Lager gespalten. So benötige man laut Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (61, SPD) einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, alleine schon um die höheren Krankenstände von Beamten durch Vertretungen wieder auszugleichen.

Dennoch wird die Verbeamtung auch weiterhin in der Berliner Politik als Lösung gegen den Lehrermangel diskutiert.

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (61, SPD) hat ausgerechnet, wieviel der Beamtenstatus die Steuerzahler wirklich kostet.
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (61, SPD) hat ausgerechnet, wieviel der Beamtenstatus die Steuerzahler wirklich kostet.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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