Eigentümer enteignen? Wirbel um Grünen-Wahlplakat

Dieses Grünen-Plakat aus dem Stadtbezirk Friedrichhain-Kreuzberg sorgt für Unruhe.
Dieses Grünen-Plakat aus dem Stadtbezirk Friedrichhain-Kreuzberg sorgt für Unruhe.

Berlin - Plakate prangen momentan an allen Ecken und Enden der Bundesrepubilik Deutschland, weil Parteien auf sich aufmerksam machen. Ein Slogan der Partei Bündnis 90 / Die Grünen aus dem Berliner Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg sorgt für große Irritationen.

Auf dem besagten Poster prangt nämlich überdeutlich folgende Botschaft: "Die Häuser denen, die drin wohnen". Das klingt im ersten Moment eher nach einem beliebten Slogan von Hausbesetzern als nach wirklich seriöser Wahlwerbung.

Genau deshalb stellt auch stellvertretend der ZDF-Hauptstadtkorrespondent Florian Neuhann auf Twitter die Frage, ob "Vermieter enteignet werden, wenn Sie (Die Grünen) an die Macht kommen?"

Umverteilung von Wohnungen und Häusern aus sozialen Gründen? Ist es das, was die Partei vorhat?

Wie der Tagesspiegel schreibt, betonen die Grünen Berlin, dass es es nicht direkt um Enteignung ginge, es sich hier um ein einzelnes Plakat aus einem Berliner Stadtteil und keinesfalls um eine bundesdeutsche Maxime handle. Stattdessen solle auf die Themen "Mieten und Wohnungspolitik" aufmerksam gemacht werden. Darunter werden konkrete Forderungen aufgelistet.

Zwär wäre der Slogan in gewisser Weise "missverständlich", sagte eine Grünen-Sprecherin der Huffington Post, eine "Mietbreispremse und sozialer Wohnungsbau" jedoch so wichtig, dass man darauf einen Schwerpunkt im Wahlkampf lege.

Interessanterweise sieht eine weitere Sprecherin der Partie dies vollkommen anders. "Wir Grüne in Friedrichshain-Kreuzberg wollen den Behörden auch Enteignungen ermöglichen“, meinte Katrin Schmidberger, gegenüber der Huffington Post, was dann so klingt, als wäre der Name des Plakats tatsächlich auch Programm.


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