Wegen diesem Schild gibt's mächtig Ärger

Nur vier solcher Schilder stehen in der gesamten Parkzone verteilt.
Nur vier solcher Schilder stehen in der gesamten Parkzone verteilt.

Bielefeld - In der Meller Straße gibt es aktuell mächtig Zündstoff wegen einer neuen Reglung, die unaufmerksame Autofahrer mächtig Geld kostet. Besserung ist nicht in Sicht.

Seit September 2017 gilt in dem Bereich Siegfriedstraße, die Ernst-Rein-Straße, Meller Straße, Nordstraße, Theodor-Hymmen-Straße, Schmiedestraße und der Straße "Am Kamphof" Parkscheibenpflicht.

Viele Parker kehrten zuletzt entsetzt zu ihren Autos zurück und hatten Knöllchen an ihren Scheiben hängen. Kein Wunder, denn nur vier Schilder weisen auf diese Parkzone hin und sind so recht unübersichtlich für die Menschen platziert.

"Das ist eine absolute Unverschämtheit", sagte Cornelia Wiegand, Mitarbeiterin der Fleischerei Kohlstedde an der Meller Straße. Sie ist mächtig sauer auf das Ordnungsamt.

Die Politessen kämen mehrmals am Tag vorbei, um zu kontrollieren. "Sie trinken bei uns Kaffee, essen Wurstbrötchen – und rennen plötzlich raus, um unseren Kunden ein Knöllchen zu verpassen. Dabei parken die doch nur für wenige Minuten", erklärte Wiegand der Neuen Westfälischen.

Wegen der neuen Regelung kommen die Politessen mehrmals täglich, um Knöllchen zu verteilen.
Wegen der neuen Regelung kommen die Politessen mehrmals täglich, um Knöllchen zu verteilen.

Bisher gebe es keine Beschwerden bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, so Ralf Kleimann.

"Von aufmerksamen Autofahrern darf erwartet werden, dass sie das Schild beim Hineinfahren in die Parkzone bemerken", kann er den Frust nur wenig nachvollziehen.

Zumal die Anwohner der betroffenen Straßen per Post über die neue Regelung informiert worden sind. Ziel ist es, Dauerparkern ein Strich durch die Rechnung zu machen.

Denn es ist nur noch erlaubt mit Parkscheibe zu parken und dies für maximal drei Stunden. Anwohner haben einen Parkausweis und Langzeitbesucher könnten einen Extraausweis bekommen.

Weitere Schilder könne die Stadt nicht aufstellen. "Wenn wir jetzt wieder damit anfangen würden, müssten wir alle 80 Meter ein Einzelschild aufstellen und zudem jede denkbare Parkfläche beschildern. Das funktioniert nicht", versuchte Kleimann zu erläutern.

Cornelia Wiegand hat nun nur einen Wunsch: Die Politessen könnten ein wenig Nachsicht zeigen. "Manchmal laufen unsere Kunden sogar hinter ihnen her – selbst dann kriegen sie ein Knöllchen", sagte sie enttäuscht. "Wenn das so weitergeht, bekommen die Politessen bei uns eben nichts mehr zu essen."