Journalisten fragen Juncker, ob er ein Alkoholproblem hat: Der wird richtig wütend

Brüssel (Belgien) - Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker (64), wurde am Montag von Journalisten gefragt, ob er ein Alkohol-Problem habe. Der 64-Jährige soll daraufhin richtig wütend geworden sein und sie als "dumm" beschimpft haben, berichtet die "Daily Mail".

 Jean-Claude Juncker (64) trinkt nach einer Rede im bayerischen Landtag ein Bier (Archivbild).
Jean-Claude Juncker (64) trinkt nach einer Rede im bayerischen Landtag ein Bier (Archivbild).  © Sven Hoppe/dpa

Junckers ungewöhnliche Auftritte sind seit Jahren legendär und immer wieder Anlass für skeptisches Getuschel. Bei Gipfeln und anderen Großveranstaltungen "ohrfeigte" er politische Führer "liebevoll", tätschelte, küsste, verwuschelte Haare.

Immer wieder fragten sich Beobachter, Reporter und zahlreiche Menschen, was wohl hinter diesem Verhalten steckt und ob der Kommissionspräsident eventuell ein Alkoholproblem habe.

Laut "Daily Mail" erteilte er den Gerüchten, um seine Person, am Montag eine erneute Abfuhr, soll gepoltert haben: "Ich habe es oft gesagt, dass ich kein Problem mit Alkohol habe. Dumme Journalisten stellen immer die gleiche Frage, obwohl diese Frage bereits beantwortet wurde."

Doch warum musste Jean-Claude Juncker immer mal wieder gestützt werden, stolperte oder schwankte hin und wieder? Rückenprobleme und Krämpfe sollen laut des Politikers für all das verantwortlich sein.

Für Jean-Claude Juncker ist es ein "böswilliges Gerücht"

Juncker wehrt sich gegen Vorwürfe in seinen Gläsern sei in Wirklichkeit Gin (Archivbild).
Juncker wehrt sich gegen Vorwürfe in seinen Gläsern sei in Wirklichkeit Gin (Archivbild).  © DPA

Dass er ein Problem mit Alkohol habe, verurteilte Juncker schon mehrfach als "böswilliges Gerücht". Doch Berichten zufolge war er im Mai 2017 auf einem UN-Friedensgipfel bei kritischen Gesprächen "betrunken und gegen Möbel gelaufen".

Im vergangenen Sommer wurde er als Alkoholiker gebrandmarkt, der statt Wasser in Wirklichkeit Gin in seinem Glas habe. Dies berichtete der Brüsseler Insider Jean Quatremer, ein französischer Journalist, der seit Jahren über die EU berichtet, in "The Spectator". Quatremer sagte, er habe aus Quellen in ganz Europa gehört, dass der EU-Politiker "die Flasche ein wenig zu gern" habe.

Juncker wies die Vorwürfe von Quatremer als falsch zurück. Auf die direkte Frage, ob Alkohol eine Rolle bei einem seiner Stolperer bei der NATO eine Rolle gespielt habe, sagte er: "Ich bin wirklich beeindruckt von dem Interesse, das manche Menschen an diesen nicht einmal Randfragen haben und ich bitte um Respekt."

Er fügte hinzu: "Ich hatte Ischias und außerdem hatte ich Krämpfe in meinen Beinen" und fügte hinzu, dass er über diese Kleinlichkeiten nur lachen könne.

Im Juli endet Jean-Claude Junckers Zeit als Präsident der Europäischen Kommission. Spätestens dann dürfte es kaum noch jemanden interessieren, wie er zum Alkohol steht.