Patienten entstellt? Schwer Vorwürfe gegen Münchner Beauty-Doc

München - Ein Schönheitschirurg soll in München Patienten durch fehlerhafte Operationen Schaden zugefügt haben.

Gegen den Münchner Arzt wird unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt. (Bildmontage)
Gegen den Münchner Arzt wird unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt. (Bildmontage)  © dpa, Instagram @pure_contour

Gegen den Schönheitschirurgen Sebastian V. (40) aus München wird ermittelt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch, dass ein Verfahren gegen den Arzt läuft.

Es soll wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt werden. Angeblich werfen zahlreiche Patienten dem Chirurgen Fehler in der Behandlung vor. Nach Auskunft der Ermittler geht es um rund 30 Personen, die erheblich geschädigt oder gar entstellt wurde.

Eine Patientin klagt gegenüber der "Bild": "Meine Nase ist völlig vernarbt, ein Teil des Nasenflügels fehlt. Ich kriege kaum noch Luft". Etliche leiden unter Problem nach ihren Nasen-, Augen und Brust-OPs. Auch wegen Hygienemängel und Mängel in der Sicherheit steht der Arzt im Focus der Ermittler.

Die Staatsanwaltschaft prüft außerdem den Zusammenhang zu weiteren Straftaten: Angeblich sollen Drogen mit im Spiel gewesen sein. Laut "Bild" konsumierte der Arzt selbst Kokain.

Sebastian V. darf derzeit nicht praktizieren, seine Approbation wurde "mit sofortiger Wirkung" von der bayerischen Regierung widerrufen.

Unter anderm nach Brust-OPs beklagen sich Patientinnen über die Behandlung des Arztes. (Symbolbild)
Unter anderm nach Brust-OPs beklagen sich Patientinnen über die Behandlung des Arztes. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: dpa, Instagram @pure_contour

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