Gangbang-Porno: Lok-Filmchen sorgt vor Pokalderby bei Chemie Leipzig für erregte Gemüter

Leipzig - "Wir sind die Größten der Welt - FC Lokomotive", grölen zehn Anhänger des Fußball-Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig zu Beginn eines Gangbang-Pornos. Dieses bereits einige Jahre alte Schmuddelfilmchen heizt vor dem Aufeinandertreffen des FCL bei Erzrivale Chemie Leipzig am Wochenende erneut die beiden Fanlager an.

Die schwarzhaarige Frau wird in dem Clip genötigt, auf den Chemie-Schal zu urinieren. Doch stattdessen reibt sie ihn sich zwischen ihren Beinen.
Die schwarzhaarige Frau wird in dem Clip genötigt, auf den Chemie-Schal zu urinieren. Doch stattdessen reibt sie ihn sich zwischen ihren Beinen.  © Screenshot/youporn.com

Der 45-minütige Clip spielt im Zimmer einer Gaststätte, welches mit einem großen Banner des VfB Leipzig, dem Vorgänger des 1. FC Lok, geschmückt ist. Zu Beginn des Pornos betritt ein fiktiver Chemie-Fan mit zwei Frauen das Gebäude und stellt sich an die Bar.

Aus dem genannten Zimmer kommt ein Lok-Anhänger, der prompt nach der sexuellen Verfügbarkeit der Damen fragt. Zwei Bier wolle man bieten, damit "die Kleene mit ihrer Freundin" strippt. Welch lukratives Angebot, denkt sich das weibliche Duo und betritt mit ihrem Begleiter in Sachsen-Leipzig-Outfit die Location, in der es gleich zur Sache gehen wird.

Angefeuert von der Männerschar rufen die Frauen "L.O.K." und "Chemie ist scheiße". Nach und nach entkleiden sie sich, bis sie nur noch ihre Schuhe anhaben. Die Schwarzhaarige bekommt den Chemie-Schal ihres Freundes zugeworfen und wird vom Rest ermutigt, ihn "vollzup*ssen". Doch sie reibt ihn sich lieber zwischen ihren Beinen hin und her.

Währenddessen sich die Damen zunächst miteinander vergnügen, werden immer wieder Hass-Parolen gegen den Stadtrivalen angestimmt. Unter anderem ist "Welche Hure, welches Vieh, schuf die BSG Chemie?" zu hören. Nach einer Viertelstunde steigen auch die Herren mit ins Geschehen ein und beglücken ihre weiblichen Gäste.

Was hat es mit dem Porno auf sich?

Der Gangbang-Porno ist eine Reaktion einiger Lok-Anhänger auf das Hochladen des Films ihres Einbruchs in Chemies Stadion auf Pornoseiten durch BSG-Fans.
Der Gangbang-Porno ist eine Reaktion einiger Lok-Anhänger auf das Hochladen des Films ihres Einbruchs in Chemies Stadion auf Pornoseiten durch BSG-Fans.  © Screenshot/youporn.com

Das Video soll bereits vor 15 Jahren entstanden sein. Vor zwei Jahren machte es zuletzt die Runde. Damals, am 13. November 2016, trafen sich die BSG und Lok zum ersten Mal nach 31 Jahren unter diesen Vereinsnamen zu einem Match. Es war auch damals das Viertelfinale des Sachsenpokals, das die Gäste aus Probstheida mit 1:0 nach Verlängerungen gewannen (TAG24 berichtete).

Und wieso wurde ein Porno gedreht?

Im Vorfeld des brisanten Stadtderbys filmten sich schwarz gekleidete und maskierte Lok-Anhänger dabei, wie sie in den Alfred-Kunze-Sportpark, der Heimspielstätte der BSG und Austragungsort des Viertelfinals, einbrachen. Fans der Leutzscher luden davon Ausschnitte auf Pornoseiten unter dem Titel "Schwarze Männer kommen viel zu früh" hoch. Das wiederum wurde von den Blau-Gelben mit diesem Gangbang-Porno samt der Überschrift "Lok kommt lieber früh als gar nicht" gekontert.

Als amtierender Titelverteidiger geht Oberligist BSG Chemie am Samstag (12.05 Uhr/MDR live) in das Stadtderby gegen klassenhöheren 1. FC Lok. Die Gäste aus dem Leipziger Südosten werden ohne Fans anreisen (TAG24 berichtete).

Zu Beginn des Pornos sind neben zehn Lok-Anhänger und einem Chemiker (kniend) auch die beiden nackten Frauen zu sehen. Der Herr rechts im schwarzen Oberteil trägt den Reichadler auf seinem Shirt.
Zu Beginn des Pornos sind neben zehn Lok-Anhänger und einem Chemiker (kniend) auch die beiden nackten Frauen zu sehen. Der Herr rechts im schwarzen Oberteil trägt den Reichadler auf seinem Shirt.  © Screenshot/youporn.com
Auch am Samstag wird es auf dem Platz im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark wieder hoch hergehen. Auch, wenn Lok Leipzig keine Fans mitbringt.
Auch am Samstag wird es auf dem Platz im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark wieder hoch hergehen. Auch, wenn Lok Leipzig keine Fans mitbringt.  © Picture Point

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