Sächsischer FDP-Politiker hetzt weiter gegen die Feuerwehr

Bei diesem Unfall in Coburg kam ein 20-Jähriger ums Leben.
Bei diesem Unfall in Coburg kam ein 20-Jähriger ums Leben.  © DPA

Chemnitz - Hat dieser Politiker ein persönliches Problem mit der Feuerwehr?

Erst im Februar hatte der Chemnitzer FDP-Mann Christoph Gaitzsch (51) Floriansjünger als „Arschkrampen“ beschimpft (TAG24 berichtete). Nach einem Todesunglück in Coburg vergangenen Dienstag hackte er nun wieder derb auf der Feuerwehr rum.

Konkret geht es um einen Facebook-Post zum toten Coburger Feuerwehrmann (†20). Der Kamerad kam am Dienstag bei einem Unfall mit einem Löschfahrzeug ums Leben. Dabei haben Gaffer die Rettungskräfte mit Videoaufnahmen massiv behindert.

„Da hat kein ‚Gaffer‘ jemanden gefährdet. Wer jemanden nicht nur gefährdete, sondern letztlich tötete, war ein sogenannter ‚Maschinist‘, also der Feuerwehrmann, der den Wagen lenkte“, schimpft der Politiker.





Nach dem „Arschkrampen“-Gate, sorgt Christoph Gaitzsch (51) erneut für Zündstoff.
Nach dem „Arschkrampen“-Gate, sorgt Christoph Gaitzsch (51) erneut für Zündstoff.  © Harry Härtel/Haertelpress

„Gaffer behindern normalerweise niemanden“, erklärt Gaitzsch im Gespräch mit TAG24. „Der sarkastische Kommentar bezieht sich lediglich darauf, dass es im Artikel gar nicht mehr darum geht, dass ein Mensch gestorben ist. Es geht nur um die Gaffer.“

Gaitzsch hatte bereits im Februar Feuerwehrmänner als „Arschkrampen“ beleidigt, weil sie ihn beim Einsatz mit dem Martinshorn aus dem Schlaf gerissen hatten. Seitdem will der FDP-Kreisverband Gaitzsch zum Austritt aus der Partei bewegen.

„Wir sind nicht an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Eduard Jenke (38). „Ein Parteiausschlussverfahren haben wir längst angestoßen“, so Bundestagskandidat Frank Müller-Rosentritt (35).

„Diese Statements sind nicht mit unseren Werten vereinbar. Die Feuerwehr ist ein Rückgrat der Gesellschaft.“


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