Ältester Nachtclub feiert sein Comeback

Das „Viva Mama Joes“ zieht von der Beckerstraße ins ehemalige „Johannis“ auf dem Johannisplatz.
Das „Viva Mama Joes“ zieht von der Beckerstraße ins ehemalige „Johannis“ auf dem Johannisplatz.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Wenn am Samstagabend um 22 Uhr die Türen im "Fuchsbau" aufgehen, ist nichts mehr, wie es mal war: Neues Konzept, neue Ideen, neues Logo - der älteste noch existierende Club in Chemnitz erfindet sich grade neu.

Den "Fuchsbau" kennt jeder Chemnitzer, der mal jung war. Er wurde 1980 als Studentenkeller an der Carolastraße eröffnet, seit September 1990 hat Olaf Walther (50) die Fäden in der Hand: "Wir wollen zurück zur alten Basis."

Das heißt: Unter 18 kommt keiner rein. Und: Der Club öffnet wieder von Donnerstag bis Samstag. Musiker Karsten Kluge (44) mischt mit:

"Wir planen Abende, an denen Professoren für ihre Studenten auflegen. Musikalisch geht’s wieder zurück in die 80er- und 90er-Jahre." Bewährtes bleibt:

Volle Hütte: Genauso soll‘s im Fuchsbau wieder werden.
Volle Hütte: Genauso soll‘s im Fuchsbau wieder werden.  © Sven Gleisberg

Party-Abende wie "Absintheria tanzt im Fuchsbau" oder Motto-Partys rund um Depeche Mode wird es weiterhin geben.

Neues auch auf dem Johannisplatz: Das leer stehende "Johannis" bekommt einen neuen Mieter. Ende September zieht das "Viva Mama Joes" - noch an der Beckerstraße zu finden - ein.

Betriebsleiter Philipp Döhne (25): "Uns gibt es jetzt seit 18 Jahren in Chemnitz. Wir wollen in der City mehr Leben reinbringen, uns neben mexikanischer Küche und Cocktails noch breiter aufstellen."

Ein weiterer Club packt schon die Umzugs-Kartons:

Die "Sanitätsstelle" verlässt im April das Gelände des Spinnereimaschinenbaus, siedelt in den "Südbahnhof" an der Reichenhainer Straße um.

Hier tut sich was

Von Caroline Staude

In der Chemnitzer Clubszene tut sich gehörig was. Der "Fuchsbau" erfindet sich neu, "Sanistelle" und "Viva Mama Joes" ziehen Richtung City. Ob das dem angeschlagenen Nachtleben auf die Sprünge helfen kann? Hoffentlich! Die Partyszene ist zwar besser als ihr Ruf, aber ein bisschen mehr Leben und Musik im ehemaligen Johannis und neue Impulse im Südbahnhof schaden nicht.

Auch der älteste Club der Stadt ruht sich nicht auf alten Konzepten aus, sondern will mit neuen Ideen gerade auch Studenten in die heiligen Fuchsbau-Hallen locken. Wenn wieder mehr Leute in die Innenstadt kommen sollen, dann können nur neue Angebote helfen.

Mehr Action, mehr Auswahl, neue Konzepte: Gibt’s in der City für jeden Geschmack etwas, dann profitieren auch umliegende Restaurants - und Chemnitz ist nach 21 Uhr nicht mehr wie ausgestorben.

Karsten Kluge (44) freut sich schon auf die Fuchsbau-Gäste.
Karsten Kluge (44) freut sich schon auf die Fuchsbau-Gäste.  © Sven Gleisberg
Techniker Sven Pfeifenbring (49), Karsten Kluge (44) und Olaf Walter (58) bei letzten Arbeiten an der Beleuchtung für die neue Tanzfläche im Fuchsbau.
Techniker Sven Pfeifenbring (49), Karsten Kluge (44) und Olaf Walter (58) bei letzten Arbeiten an der Beleuchtung für die neue Tanzfläche im Fuchsbau.  © Sven Gleisberg
Philipp Döhne mixt die Cocktails bald im neuen "Viva Mama Joes" auf dem Johannisplatz.
Philipp Döhne mixt die Cocktails bald im neuen "Viva Mama Joes" auf dem Johannisplatz.  © Sven Gleisberg

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