Messer-Attacke am Döner-Imbiss: So erlebte das Opfer die Tat

Abdurrahman A. (57) soll einen Landsmann niedergestochen haben.
Abdurrahman A. (57) soll einen Landsmann niedergestochen haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Tag zwei im Prozess um den Dönerkrieg von Grüna: Am Mittwoch sagte Yasar Y. (38) aus.

Der Türke soll von seinem Landsmann Abdurrahman A. (57) niedergestochen worden sein. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

Tatort war vor dem "Alanya"-Döner im Stadtteil Grüna. Den Imbiss hatte der 57-Jährige vor drei Jahren an seinen Landsmann für 26.000 Euro verkauft.

Doch dann hatten beide Zoff - erst um Geld, dann um eine Frau. An einem Märzabend eskalierte es. Yasar Y. erzählte im Landgericht Chemnitz: "Er stand plötzlich vor mir, beleidigte mich und meine Familie. Dann fing er an, mich zu schlagen. Die blutenden Wunden bemerkte ich erst später. Dann brach ich bewusstlos zusammen, kam erst im Krankenhaus zu mir." Yasar Y. schwebte in Lebensgefahr, überlebte nur knapp.

Abdurrahman A. hatte laut Anklage sechs Mal zugestochen - in den Oberschenkel, den Bauch und in die Brust. Der Angeklagte bestreitet die Messerstiche, beklagte sich stattdessen, selber verprügelt worden zu sein.

Allerdings gab es gegen den Angeklagten bereits seit Monaten ein Annäherungsverbot, er durfte sich Yasar Y. nach früheren Auseinandersetzungen maximal auf 200 Meter nähern.

Der Prozess wird fortgesetzt, dem Messer-Mann drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Vor diesem Lokal in Grüna endete der Streit blutig.
Vor diesem Lokal in Grüna endete der Streit blutig.  © Harry Härtel/Haertelpress

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