Mordverdacht in Chemnitz: Ex-Freund gesteht junge Mutter (†31) getötet zu haben

Chemnitz - Bluttat in Bernsdorf: In der Nacht zu Montag stach ein Mann (32) seine Ex-Freundin (31) mit einem Messer in ihrer Wohnung nieder (TAG24 berichtete). Noch in der Nacht gestand der Chemnitzer die Tat, ein Richter schickte ihn wegen Mordverdachts in U-Haft. Die Frau hinterlässt eine siebenjährige Tochter.

In diesem Haus in Bernsdorf soll ein Mann seine Ex-Freundin erstochen haben.
In diesem Haus in Bernsdorf soll ein Mann seine Ex-Freundin erstochen haben.  © Sven Gleisberg

Gegen 1 Uhr nachts schlug ein Anwohner aus dem Mehrfamilienhaus in der Wittenberger Straße Alarm. Offenbar hatte er Streit in der Wohnung im 3. Obergeschoss mitbekommen - Polizei und Rettungsdienst alarmiert.

Die Beamten fanden die Chemnitzerin leblos vor, ein Notarzt konnte nur den Tod feststellen. Staatsanwältin Jana Brockmeier (50) erklärte: "Die Frau wurde mit einem Messer erstochen.

Danach hatte der mutmaßliche Täter sich selbst verletzt" - offenbar ein Suizidversuch. Bei der Polizei gestand der Ex-Freund, ein Deutscher, nicht nur die Bluttat, er räumte auch ein, heimtückisch gehandelt zu haben - er habe die arglose Frau mit dem Messer überrascht. Zum Motiv wurde zunächst nichts bekanntgegeben.

Eine 28-jährige Anwohnerin hatte die Polizei in der Wittenberger Straße erlebt: "Streifenwagen standen vor der Tür, in der Wohnung unterm Dach sah ich Blitzlichter der Spurensicherung." Das Mordopfer war 2015 in die Wohnung eingezogen. Zeitweise lebte ihr Freund bei ihr.

"Die waren mal mehr, mal weniger zusammen", schildert ein Nachbar die schwierige Beziehung der beiden Chemnitzer. Für Anwohnerin Stefanie Georgi ist die Bluttat "sehr tragisch, weil die Frau eine kleine Tochter hatte". Die Ermittlungen der Kripo laufen weiter.

Hinter diesen Fenstern soll sich die schreckliche Bluttat ereignet haben.
Hinter diesen Fenstern soll sich die schreckliche Bluttat ereignet haben.  © Sven Gleisberg
In der Nacht rückten zahlreiche Polizei- und Rettungsfahrzeuge in der Wittenberger Straße an.
In der Nacht rückten zahlreiche Polizei- und Rettungsfahrzeuge in der Wittenberger Straße an.  © Sven Gleisberg

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