Wieso sitzen in dieser Uni lauter Senioren?

Volles Haus: Rund 650 Teilnehmer zählte die Auftaktveranstaltung des 
Seniorenkollegs.
Volles Haus: Rund 650 Teilnehmer zählte die Auftaktveranstaltung des Seniorenkollegs.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - „Wer seine Allgemeinbildung verbessern und den Kopf fit halten will, sollte in die Uni kommen!“ Schon im dritten Jahr nimmt Inge Oehme (67) am Seniorenkolleg der TU Chemnitz teil. Mit ihr starteten diese Woche 650 Rentner ins Wintersemester.

Inge Oehme leitete bis 2015 die Oberlichtenauer Baugesellschaft und freut sich vor allem auf die Exkursion in die Schönherrfabrik: „An der Sanierung war meine frühere Firma beteiligt. Ich bin gespannt, das Ergebnis zu sehen und dabei etwas über die Geschichte des Hauses zu lernen.“

Vor dem Hörsaal N 115 in der Reichenhainer Straße bildete sich zu Beginn eine riesige Schlange wissbegieriger Rentner. Den Platz ganz vorne hatte sich Andrea Mühlbach (71) gesichert. Sie kennt sich aus, ist seit 2006 beim Seniorenkolleg dabei und hatte 1972 an der Uni ihr Diplom als Ingenieurin für Verfahrenstechnik Textil abgelegt.

„Im Garten kann ich mich nicht nützlich machen - bei mir geht jede Pflanze ein. Da höre ich mir lieber den früheren Umweltminister Klaus Töpfer an.“

Das Seniorenkolleg bietet seit 1993 einen bunten Mix an Vorträgen („Wie neue Kommunikationstechnologien unser Leben verändern können“) und Unterhaltung („Vorweihnachtliches Kulturprogramm“).

Wer am Sommersemester 2018 teilnehmen möchte: Anmeldungen bei der TU Chemnitz sind ab März möglich.

„Kommt mit mir in die Uni“: Inge Oehme (67) freut sich auf das 
Seniorenkolleg.
„Kommt mit mir in die Uni“: Inge Oehme (67) freut sich auf das Seniorenkolleg.  © Sven Gleisberg
Riesenandrang im Hörsaalgebäude. Das Interesse der Rentner an Informationen 
ist groß.
Riesenandrang im Hörsaalgebäude. Das Interesse der Rentner an Informationen ist groß.  © Sven Gleisberg

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