Stadt greift durch! Heim darf keine Obdachlosen mehr aufnehmen

Chemnitz/Zwickau - Langfristig gibt es für das Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in Zwickau-Pölbitz keine Zukunft (TAG24 berichtete). Vor dem Chemnitzer Verwaltungsgericht erhielt die Stadt recht und darf das Obdachlosenheim notfalls schließen. Zunächst sollen erst einmal keine neuen Bewohner mehr aufgenommen werden.

Heimleiterin Kerstin Täuber (58) beherbergt im "Regenbogenhaus" derzeit 29 Bewohner. Weitere dürfen nicht hinzukommen.
Heimleiterin Kerstin Täuber (58) beherbergt im "Regenbogenhaus" derzeit 29 Bewohner. Weitere dürfen nicht hinzukommen.  © Maik Börner

Der Schock sitzt tief bei Heim-Chefin Kerstin Täuber (58). Ihre Klage gegen die Nutzungsunterlassung wurde zurückgewiesen. "Nach der Verhandlung hat uns die Baubürgermeisterin noch ihre Hilfe zugesichert."

Nun kam es doch zur Kehrtwende und die Stadt hat entschieden, dass keine neuen Bewohner ins Gebäude ziehen dürfen. Der Brandschutz sei nicht gewährleistet, zudem befinde sich das Wohnhaus in einem Gewerbegebiet.

Mittelfristig soll das Regenbogenhaus nicht mehr als Obdachlosenunterkunft genutzt werden. Zusammen mit dem Sozialamt wird nun geklärt, wo die Obdachlosen in Zukunft leben können.

"Für Menschen, die aktuell obdachlos sind, steht die städtische Übernachtungsstelle zur Verfügung. Zudem betreibt die Stadtmission Zwickau einen ,Tagestreff' für Obdachlose. Die Stadtmission betreibt außerdem verschiedene Übergangswohnheime", sagte ein Stadtsprecher.

Das Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in Zwickau-Pölbitz.
Das Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in Zwickau-Pölbitz.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner


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