Nach Anschlag auf Rockerboss: Nehmen die Hells Angels nun blutige Rache?

Hamburg - Am späten Sonntagabend wurde Dariusch F. bei einem Anschlag auf St. Pauli schwer verletzt (TAG24 berichtete). Mittlerweile ist der 38-Jährige nach einer Not-OP außer Lebensgefahr.

In seinem weißen Bentley wurde Dariusch F. von mehreren Kugeln getroffen.
In seinem weißen Bentley wurde Dariusch F. von mehreren Kugeln getroffen.  © JOTO

Noch ist unklar, was das Motiv der Tat ist und wer die Angreifer sind. Die MoPo zitiert einen Insider, der den Angreifer in den eigenen Reihen vermutet. Laut dem Informanten soll Dariusch F. einen Mann bei einer Pokerrunde über den Tisch gezogen haben. Es soll um viel Geld gegangen sein. War es also ein Streit um das Geld, der eskalierte? Der Insider ist sich sicher: „Egal ob die Polizei ihn kriegt oder die Angels – der Typ ist erledigt.“

Es gibt noch eine weitere These: Die Hells Angels mischen seit Jahren auf der Reeperbahn mit. Ihr Kerngeschäft ist die Prostitution. Möglich auch, dass Revierkämpfe im Milieu eine Rolle spielen.

2015 soll Dariusch F. an einem Angriff auf die verfeindete Rockergang Mongols beteiligt gewesen sein. Der 38-Jährige wurde damals festgenommen, nachdem auf ein Taxi geschossen wurde, in dem einige verfeindete Mongols saßen. Aus Mangel an Beweisen wurden Dariusch F. aber wieder frei gelassen. Die Mongols in Hamburg gelten seit zwei Jahren als aufgelöst.

Nach Informationen der Bild trafen sich etwa 20 Hells Angels am Dienstag in einer Bar an der Silbersackstraße. Das Etablissement gilt als Treffpunkt der Höllenengel.

Möglich, dass die Rocker die Sache selber in die Hand nehmen wollen und dort ihr weiteres Vorgehen besprochen haben.


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