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Retter sprechen über Sachsens schlimmsten Busunfall

Dresden - Vor genau einem Jahr geschah das schwerste Busunglück in der Geschichte Sachsens. Elf Menschen kamen beim Mega-Crash auf der A4 ums Leben, 69 wurden verletzt, teils schwer. Am Unfallort erinnert nichts mehr an die Horror-Nacht. Bei allen Beteiligten ist sie jedoch unvergessen ...
Schrecklicher Anblick: Im Wrack des polnischen Kleinbusses sind Tote eingeklemmt. Retter suchen nach Überlebenden.
Schrecklicher Anblick: Im Wrack des polnischen Kleinbusses sind Tote eingeklemmt. Retter suchen nach Überlebenden.

Von Antje Meier

Dresden - Vor genau einem Jahr geschah das schwerste Busunglück in der Geschichte Sachsens. Elf Menschen kamen beim Mega-Crash auf der A4 ums Leben, 69 wurden verletzt, teils schwer. Am Unfallort erinnert nichts mehr an die Horror-Nacht. Bei allen Beteiligten ist sie jedoch unvergessen ...

Es ist der 19. Juli 2014. Gegen 2 Uhr fährt ein polnischer Reisebus von Katowice Richtung Düsseldorf. An Bord sind 66 Menschen, darunter auch Kinder. Alle schlafen friedlich, als plötzlich das Unglück passiert.

Nahe der Anschlussstelle Dresden-Neustadt rammt der Reisebus einen vor ihm fahrenden Bus aus der Ukraine. Vermutlich ist der Fahrer eingeschlafen. Der polnische Reisebus gerät ins Schleudern, durchbricht die Mittelleitplanke.

Der Unfall-Bus musste mit einem großen Kran geborgen werden, wurde dann in Dresden untersucht.
Der Unfall-Bus musste mit einem großen Kran geborgen werden, wurde dann in Dresden untersucht.

Auf der Gegenfahrbahn prallt er frontal mit einem Kleinbus zusammen, zermalmt ihn. Dann stürzt der Bus eine zehn Meter tiefe Böschung hinab. Nur wenige Minuten später treffen insgesamt 250 Retter am Unfallort ein. Ihnen bietet sich ein Bild des Grauens. Blutende Menschen irren umher, kriechen aus dem zertrümmerten Buswrack.

Auf der Fahrbahn liegen überall Fahrzeugteile, Koffer und Handys verstreut – dazwischen verstümmelte Tote und abgetrennte Körperteile.

Am heutigen Sonntag jährt sich dieses grauenvolle Unglück. Grund für uns, die Geschehnisse noch einmal Revue passieren zu lassen. Wir sprachen mit Rettern und Helfern von damals und befragten den Staatsanwalt zum Ermittlungsstand.

Eine Klinik im Ausnahmezustand

Nachdem die Überlebenden in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden, konnten auch die Toten abtransportiert werden.
Nachdem die Überlebenden in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden, konnten auch die Toten abtransportiert werden.

Im Klinikum Dresden Friedrichstadt wurden die meisten Verletzten eingeliefert, insgesamt 19. Davon waren drei Patienten akut lebensbedroht, mussten sofort in den OP. „Das war eine Ausnahmesituation für uns. Aber wir haben Hand in Hand gearbeitet und alles hat funktioniert“, ist Andreas Nowak (59) stolz, Chefarzt der Klinik für Anaesthesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie.

Dabei war zunächst unklar, wie viele Menschen überhaupt verletzt waren. „Die Notärztin, die als erstes am Unfallort eintraf, teilte uns mit: ,Hier sind überall nur Tote’“, erinnert sich Oberärztin Susann Schmidt (39).

So ging der Unfall auch an den erfahrenen Ärzten nicht spurlos vorbei. „Man fasst das erst, wenn man zur Ruhe kommt. Vorher funktioniert man einfach. Dann denkt man an die Menschen, die im Bus saßen und Pläne hatten. Und plötzlich war alles vorbei“, sagt Nowak nachdenklich.

Auch für Susann Schmidt war es ein besonderer Tag. „Ich hatte vor Jahren genau an diesem Tag einen schweren Unfall, feiere da quasi meinen zweiten Geburtstag. Und dann passiert so etwas“, erzählt sie. „Ich denke da oft dran.

Anklage lässt auf sich warten

Staatsanwalt Jan Hille (50)
Staatsanwalt Jan Hille (50)

Die Ermittlungen zum Busunfall sind fast abgeschlossen. „Uns fehlen noch immer Zeugenaussagen aus Polen“, sagt Staatsanwalt Jan Hille (50).

Derzeit werde jedoch davon ausgegangen, dass der polnische Fahrer am Unglückstag eingeschlafen sei. Deshalb muss er wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vor Gericht.

Unklar sei aber, wann und wo. „Es ist noch offen, ob das Verfahren nach Polen verlagert wird“, meint Hille. „Das wäre insoweit sinnvoll, dass alle Opfer aus Polen stammen.“ Lehnen die polnischen Behörden ab, wird hierzulande prozessiert.

Dem Fahrer drohen dann bis zu fünf Jahre Haft.

Ein harter Tag auch für die Reporterin

Antje Meier
Antje Meier

Den 19. Juli 2014 werde ich, die Morgenpost-Reporterin, nie vergessen. Ich hatte Dienst. Dachte, es wird ein normaler Samstag mit kleineren Unfällen und vielleicht manch kurioser Geschichte. Doch an diesem Tag war alles anders.

Auf dem Weg in die Redaktion hörte ich im Radio von dem schlimmen Crash. Viele Informationen gab es noch nicht. Ich fuhr zum Unfallort. Ein paar Trümmerteile erinnerten noch an das Geschehene. Der Bus wurde gerade geborgen. Welches Grauen sich hier abgespielt hatte, konnte ich nur erahnen.

In der Redaktion hieß es dann, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Doch Helfer und Retter hatten verständlicherweise Besseres zu tun, als einer Journalistin Auskunft zu geben.

Dennoch hatten wir am Ende des Tages vier Seiten zum Unglück zusammengetragen. Und was ich am Nachmittag nur erahnen konnte, wurde am Abend Gewissheit, als ich die Bilder von der Unfallstelle sah – ungepixelt. Ein Anblick, der sich mir einbrannte!

Pawel überlebte - aber nicht lange

Pawel.
Pawel.

Unter den lebensgefährlich verletzten Patienten im Krankenhaus Friedrichstadt war auch der 33-jährige Pawel. Er saß im polnischen Kleinbus.

Es grenzte an ein Wunder, dass er in dem völlig zerstörten Wrack als einziger zunächst überlebt hatte. „Er wurde mit schwersten Verletzungen eingeliefert. Es sah nicht gut aus“, erinnert sich Chefarzt Andreas Nowak.

Bange Stunden für Pawels Familie. Frau, Vater und Schwester waren angereist, beteten für den jungen Familienvater. Doch umsonst.

„Trotz Operationen und intensiver Bemühungen hatte er es leider nicht geschafft“, sagt Nowak, der sich noch gut an den Fall erinnern kann.

Feuerwehr-Chef kann Einsatz nicht vergessen

Feuerwehrchef Andreas Rümpel (56)
Feuerwehrchef Andreas Rümpel (56)

Dresdens Feuerwehrchef Andreas Rümpel (56) sagte am Unglückstag: „Das ist der schrecklichste Einsatz in den 36 Jahren, die ich schon bei der Feuerwehr bin.“

Auch ein Jahr später ist das Geschehene nicht vergessen. „Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Der Gedanke daran kommt bei Einsätzen immer mal wieder hoch.“

Dennoch: Andreas Rümpel und seine Rettungskräfte haben aus dem dramatischen Einsatz von damals gelernt.

„Wir haben Erfahrungen für künftige Einsätze gesammelt. Auch wenn wir hoffen, dass es nicht nochmal passiert. Doch die Wahrscheinlichkeit ist leider sehr hoch.“

Fotos: Petra Hornig, Holm Röhner, Suhrbier, privat, Türpe

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