Tödliche Messer-Attacke: Junge (6) und Mutter erstochen

Die Polizei hatte mit Fahndungsbildern nach dem Flüchtigen gesucht.
Die Polizei hatte mit Fahndungsbildern nach dem Flüchtigen gesucht.

Detmold - Fünf Monate nach der tödlichen Messer-Attacke auf eine junge Mutter und ihren sechsjährigen Sohn in Detmold beginnt am Donnerstag der Prozess. Angeklagt ist am Landgericht ein 53-jähriger damaliger Nachbar der Opfer.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen zweifachen Mord vor. Er soll im September 2017 von der 24-jährigen Frau Sex gefordert haben, nachdem er sich Pornos angeschaut habe. Weil es nicht dazu kam, soll er dann mit einem Messer zugestochen haben (TAG24 berichtete).

Beim Verstecken der Leiche in dem Mehrfamilienhaus habe der kleine Sohn den Angeklagten überrascht. Um die Tat zu verdecken, habe er auch den Sechsjährigen getötet (TAG24 berichtete).

Der mutmaßliche Täter war mit dem Zug nach Hamburg gefahren und wurde dort von der Polizei festgenommen. Er legte ein Geständnis ab.

Der Mann saß bereits wegen versuchten Mordes sechs Jahre im Gefängnis. 2004 hatte er eine Nachbarin vergewaltigt und versucht, sie zu töten (TAG24 berichtete).

Update, 12.12 Uhr: Der 53-Jährige räumte die Bluttaten vorm Landgericht ein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen zweifachen Mord vor. Nach seiner eigenen Aussage hatte der Mann aber im September 2017 von seinem 24-jährigen späteren Opfer keineswegs Sex verlangt.

Vielmehr habe er sie nur auf die Wange küssen wollen. Weil sie ihn zurückgewiesen habe, soll er im Keller mit einem Messer zugestochen haben. Beim Verstecken der Leiche in dem Mehrfamilienhaus habe der kleine Sohn den Angeklagten überrascht. Um die Tat zu verdecken, habe er auch den Sechsjährigen getötet, gab der Mann vor dem Landgericht zu.

Eine Gutachterin will ihre Ausführungen erst am kommenden Montag vorlegen, sie sprach aber bereits am Donnerstag von einer "relevanten intellektuellen Minderbegabung" beim Angeklagten.


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