So reagieren Anwohner auf Pistolen-Fotos in der Johannstadt

Dresden - Es sind Bilder, die schockieren: Ein junger Mann kniet auf dem Asphalt, hat die Arme im Nacken verschränkt. Ein anderer Typ mit Kapuze steht vor ihm, hat lässig die linke Hand in der Tasche und zielt mit einer Pistole auf seinen Kopf.

Schockierende Aufnahme: Auf dem Asphalt kniet das "Opfer" der Schein-Hinrichtung, der Pistolenmann zielt auf den Kopf.
Schockierende Aufnahme: Auf dem Asphalt kniet das "Opfer" der Schein-Hinrichtung, der Pistolenmann zielt auf den Kopf.

Eine Szene, die aus einem Gangsterfilm stammen könnte. Dabei entstand die Aufnahme hier bei uns, im realen Leben, mitten in der Dresdner Johannstadt (TAG24 berichtete).

Seit dem Wochenende kursieren verschiedene Aufnahmen dieser Hinrichtungsszene im Netz, 3 000-mal sollen sie bis Sonntag geteilt worden sein.

Aufgenommen wurden die Bilder aus dem Fenster eines Hochhauses an der Pfotenhauerstraße. Doch was genau hier wer darstellt, ist unklar. Möglicherweise wollten ein paar Jungs nur mit einer falschen Waffe "posen".

Egal, denn die Bilder verunsichern die Nachbarschaft enorm. "Dort treiben sich immer viele Jugendliche herum, die nichts zu tun haben. Ich gehe dann nie raus", sagt eine Mieterin.

"Es macht Angst, wie sich alles verändert hat in den letzten Jahren." Ein junger Mann aus der Nachbarschaft weiß sogar mehr: "Die machen oft solche Dinge, posten das auch manchmal selbst, einige wohnen hier in der Nähe."

Die Polizei ermittelt wegen der gestellten Hinrichtung, fahndet nach den Waffen-Jungs. "Es wird geprüft, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt", bestätigt ein Polizeisprecher. "Bislang haben wir die Personen noch nicht festgestellt."

Hier in der Pfotenhauerstraße wurden die verstörenden Bilder aufgenommen, Anwohner sind deshalb äußerst verängstigt.
Hier in der Pfotenhauerstraße wurden die verstörenden Bilder aufgenommen, Anwohner sind deshalb äußerst verängstigt.  © Petra Hornig

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