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Trotz Bein-Amputation: Dresdnerin kämpft sich mit Sport zurück ins Leben

Obwohl die Kämpferin mit fünf Jahren ihr rechtes Bein verlor, ist Christiane Reppe als Leistungsportlerin mega erfolgreich.

Von Antje Ullrich

Immer am Limit: Bei den Paralympics in Rio fuhr die Leistungssportlerin ganz vorn mit.
Immer am Limit: Bei den Paralympics in Rio fuhr die Leistungssportlerin ganz vorn mit.

Dresden - Christiane Reppe (29) ist eine Kämpferin. Als sie mit fünf Jahren ihr rechtes Bein verliert, gibt sie nicht auf, steht umso fester auf ihrem zweiten. Und so schafft die Dresdnerin trotz Handicap den Sprung aufs Siegertreppchen der Paralympischen Spiele - und das in zwei verschiedenen Disziplinen.

Auf zwei gesunden Beinen durchs Leben zu gehen, kann sich Christiane Reppe fast nicht mehr vorstellen. Sie war noch ein kleines Mädchen, als das Schicksal ihr ein Bein nahm. Ein bösartiger Nerventumor hatte sich ausgebreitet. Der Versuch, ihn zu entfernen, scheiterte.

"Meine Mutter ist Hautärztin und hatte sich informiert. Sie fand einen Arzt, der meinte, Chemo würde nicht helfen, sondern das Bein müsse ab", erzählt die gebürtige Dresdnerin. Eine Schockdiagnose. Doch heute sagt Reppe: "Ich bin froh, dass ich keine Chemo bekommen habe."

Trotz Schicksalsschlag im Kindesalter ist Christiane Reppe eine Frohnatur geblieben.
Trotz Schicksalsschlag im Kindesalter ist Christiane Reppe eine Frohnatur geblieben.

Mit nur einem Bein komme sie hingegen gut klar.

"Mein verbliebenes Bein ist mehr als ein normales Bein", erklärt sie. Stundenlang könne sie notfalls darauf stehen, auch das Gleichgewicht besser als Andere halten. "Ich habe gelernt, damit umzugehen."

Im Alltag helfen ihr vor allem zwei Krücken und ihr Auto - mit Automatikgetriebe und so umgebaut, dass das Gaspedal links statt rechts ist.

"Ansonsten kann ich alles machen", sagt sie selbstbewusst. "Ich kann sogar tanzen und bin, glaube ich, gar nicht mal schlecht", meint sie lachend. Manchmal sei sie selbst überrascht, was möglich ist.

"Zum Problem werden Sachen nur, wenn man sie zum Problem macht!"

In Rio de Janeiro holte sich die 29-jährige eine Goldmedaille.
In Rio de Janeiro holte sich die 29-jährige eine Goldmedaille.

Mit Sport zurück ins Leben

So lässt sich die 29-Jährige von ihrer Behinderung nicht unterkriegen.

"Es gibt schlimmere Fälle. Ich habe Glück, dass es mich nicht ganz so hart getroffen hat", sagt sie. Schon bald nach der ihr Leben verändernden Operation begann sie mit dem Schwimmen, zeigte großes Talent.

Aber auch beim Skifahren machte sie eine gute Figur.

Auf nur einem Ski und speziellen Krücken schaffte sie es sogar in den Nachwuchskader der deutschen Ski-Nationalmannschaft und erreichte bei Deutschen Meisterschaften und Weltcups mehrere vordere Plätze.

Ihr unter dem Zuckerhut erkämpfte Goldmedaille wurde jedoch gestohlen und nicht wiedergefunden.
Ihr unter dem Zuckerhut erkämpfte Goldmedaille wurde jedoch gestohlen und nicht wiedergefunden.

"Auf Dauer war mir das aber alles zu umständlich", erklärt die Leistungssportlerin.

Sie konzentrierte sich deshalb aufs Schwimmen. So holte sie 2002 bei ihren ersten Schwimm-Meisterschaften Bronze-Medaillen, trainierte dann am Landesstützpunkt in Dresden. Zwei Jahre später folgte ihre erste Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Athen.

Mit Erfolg: Reppe erschwamm sich zweimal Bronze in 100 und 400 Meter Freistil. Der Höhepunkt ihrer Schwimmkarriere.

Nach ihren dritten Spielen in London 2012 beendete sie schließlich ihre Sportkarriere. „Ich hatte keine Lust mehr und wollte gar keinen Leistungssport mehr machen“, erinnert sie sich.

Die Sächsin kehrte aus Berlin, wo sie zuletzt sechs Jahre trainiert hatte, nach Dresden zurück und stürzte sich im Immobilienbüro ihres Vaters in die Arbeit. Doch es ging nicht lange ohne Sport ...

Auch beim Schwimmen war die Dresdnerin erfolgreich. Nach den Paralympics in London gab die den Sport jedoch auf.
Auch beim Schwimmen war die Dresdnerin erfolgreich. Nach den Paralympics in London gab die den Sport jedoch auf.

Eine neue Leidenschaft

Anderthalb Jahre später war sie bereit für eine neue Leidenschaft. Ihr Herz gehörte nun dem Paracycling.

Dabei liegt Reppe in einem Liegefahrrad, bewegt die Pedale mit den Händen. "Ich hatte auf einer Messe so ein Handbike gesehen und fand es cool", erzählt sie.

Der Funke war übergesprungen. "Das Schöne ist, dass ich damit draußen sein kann, nicht wie beim Schwimmen, wo ich nur in der Halle war", erklärt Reppe. „Außerdem macht beim Schwimmen jeder sein Ding. Beim Straßenrennen starten mal eben 200 Sportler gleichzeitig. Das ist Action. Das ist voll mein Ding.“

Zweimal holte sie sich schon den Weltmeistertitel. 2016 dann die Krönung: Bei den Paralympics in Rio radelte sie beim Straßenrennen allen davon, holte Gold.

Ein Leben ohne Sport ist für die Dresdnerin undenkbar. Trotzdem hat sie einen Plan B, studiert nebenbei Wirtschaftspsychologie. Denn die lebensfrohe Dresdnerin möchte auch in Zukunft mitten im Leben stehen - wenn auch nur mit einem Bein.

Christiane Reppe hält am 3. April an der Volkshochschule Dresden einen Vortrag über ihre sportliche Karriere. Anmeldungen unter: www.vhs-dresden.de

Mit fünf Jahren verlor Christiane Reppe ihr Bein. Dennoch hat sie eine Medaille geholt.
Mit fünf Jahren verlor Christiane Reppe ihr Bein. Dennoch hat sie eine Medaille geholt.

Laut Statistischem Landesamt in Kamenz lebten im Jahr 2015 391 137 schwerbehinderte Menschen in Sachsen.

Im Durchschnitt waren also von 1 000 Einwohnern 95,8 schwerbehindert.

Etwa 68 Prozent waren über 60 Jahre alt, zirka 64 Prozent haben eine überwiegend körperliche Behinderung. 90 Prozent erlitten ihre Behinderung in Folge einer Krankheit.

Die Daten werden alle zwei Jahre erhoben.

Als schwerbehindert gelten Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis, die von den Versorgungsämtern einen Grad der Behinderung von 50 oder mehr zuerkannt bekommen.

Fotos: Imago, Petra Hornig, DPA, imago (Symbolbild), Oliver Kremer @ Pixolli

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