Polizisten beschimpft: PEGIDA-Pöbler muss zahlen

Dresden - PEGIDA-Gänger gehören nicht immer zu den verbalen Feingeistern. Doch Stefan F. (27) griff auf dem Weg zur Demo in die unterste Schublade der Beleidigungskiste.

Stefan F. (27) aus Freital rechnete am Freitag fest mit einem Freispruch. Der EU-Rentner weiß nicht, wie er die 300 Euro Strafe bezahlen soll.
Stefan F. (27) aus Freital rechnete am Freitag fest mit einem Freispruch. Der EU-Rentner weiß nicht, wie er die 300 Euro Strafe bezahlen soll.

Für seine Entgleisungen wurde das Großmaul aus Freital vom Amtsgericht am Freitag zu 300 Euro Geldstrafe verurteilt.

"Das war schon besonders krass", erinnert sich Polizeimeister Marc H. (28), der an diesem Tag im Mai 2016 zum Zugriffsteam seiner Einheit gehörte. "Dieser Mann war die gesamte Zeit besonders laut und auffällig."

Und das in einer frevelhaften Art und Weise: "Ihr dreckigen Kurwas (zu deutsch: Huren), euch hätte man früher an der Ostfront verheizt", brüllte der gelernte Kfz-Mechatroniker die Beamten an.

Stefan F. gehörte zu den Fahrgästen der Linie 13, vornehmlich PEGIDA-Anhänger auf dem Weg zur Demo in der Neustadt, die am Rosa-Luxemburg-Platz kontrolliert werden sollten.

Offenbar gefiel ihm die Maßnahme überhaupt nicht, weshalb er lautstark lospöbelte. "Er fühlte sich nur ungerecht behandelt", ließ der Krawallmacher durch seinen Anwalt erklären.

Nützte alles nichts: "Das Geld gibt's bei mir nicht", lederte der heutige EU-Rentner nach der Urteilsverkündung los. "Für mich ist jetzt schon Monatsende."


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