Schluss mit lustig für den Libyer: "King Abode" im Gericht verhaftet

Dresden - Am Donnerstag reichte es der Justiz mit Mohamed T. (22), besser bekannt unter seinem Spitznamen "King Abode":

Noch im Gericht wurde Mohamed T. (22) in Handschellen gelegt.
Noch im Gericht wurde Mohamed T. (22) in Handschellen gelegt.  © Ove Landgraf

Seit Jahren fällt er immer wieder mit Drogen, Diebstahl und Randalen auf. Donnerstag wanderte er bereits vor Prozessbeginn in Haft.

Unpünktlichkeit kann man dem Libyer nicht vorwerfen: Schon 20 Minuten vor Prozessbeginn erschien er im Dresdner Amtsgericht, nutzte die Wartezeit gleich, um einen Pressevertreter zu bedrängen.

Doch kurz darauf wanderte er in Haft: Weil er in seinem ehemaligen Bautzner Flüchtlingsheim die Überwachungskamera abgerissen hatte und in der Dresdner Neustadt mit Haschisch unterwegs war, hätte er 1 200 Euro zahlen sollen. Da er das nicht tat, sollte er nun 60 Tage hinter Gitter.

Doch es gab schon wieder eine neue Anklage: Am 25. März 2017 hatte er im Zug nach Bautzen die Brüder Martin G. (33) und Sebastian G. (35) attackiert. Als diese ihn daraufhin auf einem Sitz festhielten, biss er Martin in den Arm. Auch gegen die anrückende Bundespolizei wehrte er sich. "Ich bin unschuldig", sagte Mohamed in seinem letzten Wort, während des Prozesses verweigerte er jedoch die Aussage. Anders sah das Richter Philip Socher (27), verurteilte ihn zu acht Monaten Knast ohne Bewährung.

"Bewährung verlangt eine günstige Sozialprognose", begründet er. "Ich habe da für sie keine erstellen können." In den acht Monaten sind auch die 60 Tage mit einbezogen, bis zur Rechtskräftigkeit kam er deshalb wieder frei.

Titelfoto: Ove Landgraf


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