Experten warnen! Darum sind Wolfs-Mischlinge so gefährlich

Dresden - Wieder einmal sorgt Isegrim für Unruhe. Hybrid-Wölfe könnten Sachsen bald unsicher machen! Denn überall wo Hund und Wolf aufeinandertreffen, kann es zur Paarung kommen - und zu den ungewollten Mischlingen.

Rund 200 Wölfe gibt es in Sachsen. Die können auch ohne Hunde für Nachwuchs sorgen.
Rund 200 Wölfe gibt es in Sachsen. Die können auch ohne Hunde für Nachwuchs sorgen.  © Imago / Blickwinkel

Mit der Jahrtausendwende kehrten Wölfe in den Freistaat zurück und bleiben nicht nur unter sich. Das Risiko für die Paarung zwischen Wolf und Hund steigt, da Wölfe immer weiter in sächsische Gebiete vordringen.

2003 kam es zum ersten Mal dazu: Eine Wölfin und ein Hund bekamen nahe dem sächsischen Neustadt/Spree sechs Hybrid-Welpen. Nur zwei wurden eingefangen und später eingeschläfert.

Laut Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sind bislang nur einzelne Fälle nachgewiesen.

Aber vergangenes Jahr passierte es in Thüringen erneut. Eine willige Wölfin warf sechs Mischlings-Vierbeiner. Drei wurden erschossen, die anderen streunen weiter durchs Land.

Und die Hybrid-Wölfe können gefährlich sein. Sie sind weniger scheu als reinrassige Wölfe, haben weniger Angst vor dem Kontakt mit Menschen. Nach DBBW sind daher "alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Ausbreitung von Haushundgenen in der Wolfspopulation zu verhindern. Vorhandene Hybriden sollten so schnell wie möglich aus der Natur entnommen werden".

Damit ist das Töten der Wolfs-Hybriden gemeint - aber nur mit erteilter Ausnahmegenehmigung.


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