Ärger für SEK-Beamten: Er trug bei Wurzen-Demo Nazi-Schmuck

Mit dem Rabenbanner an der Uniform erschien ein SEK-Beamter zum Einsatz.
Mit dem Rabenbanner an der Uniform erschien ein SEK-Beamter zum Einsatz.  © Sebastian Willnow/dpa

Dresden/Wurzen - Wasserwerfer, ein Großaufgebot der Polizei und sogar das SEK: Für die rund 400 Antifa-Anhänger, die am Sonnabend durch Wurzen demonstrierten, hatte der Freistaat einiges aufgefahren. Doch nun bekommt ein SEK-Beamter selbst Ärger, weil er mit einem umstrittenen Aufnäher zur Demo kam.

Die Wikinger sollen es getragen haben, Fans dieser Stämme und dänische Militäreinheiten tragen es mitunter noch heute, aber auch knallharte Neonazis schmücken sich mit dem stilisierten Raben Wotans.

Im Dienst hat das aber bei einem Polizisten nichts zu suchen, trotzdem kam ein SEK-Mann mit so einem Aufnäher zum Einsatz. „Der Patch ist kein Bestandteil der Ausrüstung oder Uniform der sächsischen Polizei“, sagte Tom Bernhardt (47), Sprecher des Landeskriminalamts.

„Es ist untersagt, private Abzeichen oder Symbole an der Uniform zu befestigen oder zu tragen. Wir prüfen disziplinarrechtliche Schritte.“

Nach ersten Überprüfungen soll der Beamte keine Sympathien zur rechten Szene haben. „Die Verwendung nordischer Symbole in der rechten Szene ist uns Anlass genug für eine sorgfältige Überprüfung des Sachverhaltes“, verspricht Bernhardt.

Brisant: Gerade ein Neonazi-Versand aus Wurzen bietet das Motiv als Flagge an.

400 Antifa-Anhänger demonstrierten am Sonnabend durch Wurzen.
400 Antifa-Anhänger demonstrierten am Sonnabend durch Wurzen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa


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