Mädchen hört nachts schockiert, was ihr Vater ihrer Schwester antut

Edmonton (Kanada) - Ein Vater bekannte sich am Montag im kanadischen Edmonton für schuldig seine leibliche Tochter jahrelang sexuell missbraucht zu haben, berichtet "The Star Edmonton".

Der Missbrauch begann, als das Mädchen neun Jahre alt war (Symbolbild).
Der Missbrauch begann, als das Mädchen neun Jahre alt war (Symbolbild).

Der Angeklagte, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, um die Privatsphäre des Opfers zu schützen, gab zu, seine älteste Tochter bereits im Alter von neun Jahren zum Inzest gezwungen zu haben.

Dafür bedrohte er sie mit einem Gürtel, mit dem er sie auch schlug. Zwar hatte der Vater seine Familie bereits 2009 verlassen, doch noch immer kümmerte er sich phasenweise um seine drei Töchter.

Der Angeklagte gab an, dass er zu jener Zeit unter einer schweren Drogen- und Alkoholabhängigkeit litt und sich deshalb an viele Details des Missbrauchs nicht mehr erinnert. Dennoch bestreitet er nichts von dem, was ihm seine Tochter vorwirft.

Alles soll begonnen haben, als der Vater seine Tochter fragte, ob sie mehr über Sexualkunde lernen wolle. Als sie zustimmte, fing er an sie sexuell zu belästigen. Erst als sie weinend flehte, sie in Ruhe zu lassen, zog der Angeklagte seine Hose wieder an.

Ihr Vater hielt den Missbrauch geheim, indem er seiner Tochter drohte, dass ihre Eltern ins Gefängnis kommen würden, wenn sie es jemandem erzählen würde.

Inzest-Horror im kanadischen Edmonton: Ihre Mutter wusste alles und tat nichts

Der Vater wendete immer wieder Gewalt an (Symbolbild).
Der Vater wendete immer wieder Gewalt an (Symbolbild).  © 123RF

Der Inzest kam im Dezember 2016 im Haushalt ans Licht, als eine der Schwestern des Opfers sie nach unten gehen sah, nachdem alle anderen im Haus eingeschlafen waren. Die Schwester versteckte sich auf der Treppe und hörte seltsame Geräusche aus dem Wohnzimmer. Sie rannte schreiend in ihr Zimmer zurück.

Ein paar Stunden später ging das Opfer nach oben und ihre Schwester sagte ihr, dass sie "ihr" Geheimnis "kannte". Als sie ihren Vater konfrontierte, behauptete dieser, sie hätte alles nur geträumt - der Missbrauch ging weiter.

Im vergangenen Sommer vertraute sich das Opfer ihrer anderen Schwester an. Diese sagte, sie wisse es bereits.

Um Hilfe zu bekommen, erzählte das Opfer dann ihrer Mutter, was los war. Diese konfrontierte den Angeklagten daraufhin, entschied sich jedoch dagegen, ihn der Polizei zu melden. Stattdessen ließ sie den Beschuldigten schwören, dass er nie wieder alleine mit ihren Töchtern sein würde - Der Missbrauch hörte nicht auf.

Am 11. Dezember 2017 wurde die jüngere Schwester des Opfers in der Schule weinend aufgegriffen. Sie erzählte einem Mitarbeiter, was zu Hause passierte, und sie kontaktierten sofort die Sozialdienste und das Kinderschutzzentrum.

Alle drei Schwestern haben detaillierte Angaben gemacht. Der Angeklagte und die Mutter der Mädchen wurden eine Woche später von der Polizei verhört. Die Frau gab zu, dass sie wusste, dass der Angeklagte ihre Tochter sexuell missbrauchte und der Polizei nichts sagte. Auch sie wird angeklagt.

Momentan ist der Angeklagte auf Kaution frei. Doch am 28. August wird das Urteil gegen ihn fallen, berichtet "The Star Edmonton".


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