Clueso spricht zum ersten Mal über Zeit in Psychiatrie: "Ich dachte, der stirbt"

Erfurt - Vor wenigen Tagen hat der Erfurter Musiker sein neues Album "Handgepäck I" veröffentlicht und gibt jetzt ganz offen zu: Ja, ich mag es angetrunken zu sein. Und auch über seine Zeit in der Psychiatrie lässt er sich aus.

Der Sänger hat gerade sein neues Album veröffentlicht.
Der Sänger hat gerade sein neues Album veröffentlicht.  © DPA

Bei diesem Album ist der Musiker neue Wege gegangen, hat alle Songs selber aufgenommen und ist darauf sehr stolz. Einer seiner engen Freunde hatte ihn zu diesem Schritt angetrieben.

Der hat ihn auch auf den Geschmack von Champagner kommen lassen, erzählt Clueso nun dem Tagesspiegel. "Leicht einen sitzen zu haben, finde ich inzwischen super", sagt er. In seiner Friseur-Ausbildung habe er das blubbernde Getränk immer nur mit den Damen verbunden, die morgens schon tranken. Dass er selber einmal gerne einen Schluck davon nehmen würde, glaubt er damals noch nicht.

Ganz offen spricht Thomas Hübner - so Cluesos bürgerlicher Name - auch über seine kurze Zeit in der Nervenkinderklinik. Vier Wochen habe er als Zwölfjähriger in der Klinik verbracht und dabei unzählige Tests über sich ergehen lassen. Ein Erlebnis lässt ihn aber bis heute nicht los.

Denn einer der Patienten erlitt vor seinen Augen einen epileptischen Anfall, etwas, dass Clueso bis dahin nie gesehen hatte. "Ich dachte, der stirbt", gibt er zu, besonders weil lange Zeit niemand zur Hilfe eilte.

Gute Sachen kann er der Klinik aber auch abfinden, schließlich musste er während der Zeit nicht in die Schule, fand neue Freunde und an den Krankenschwestern fand er ebenfalls gefallen.

Geschadet hat ihm die kurze Zeit in der Psychiatrie bei seinem heutigen Erfolg definitiv nicht. Sein neues Album kann sich jeder Fan seit wenigen Tagen kaufen und die neuen Songs genießen.

Titelfoto: DPA


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