So entstanden die Weihnachts-Traditionen im Erzgebirge

Ehrenfriedersdorf - Alle Jahre wieder leuchten in sächsischen Fenstern Schwibbögen, Lichterengel und Co. Die MDR-Dokumentation „Von der Sehnsucht nach dem Licht“ verrät den Ursprung unserer Weihnachtstraditionen.

Die MDR-Filmpremiere lief im Kultursaal des Bergwerks Zinngrube in Ehrenfriedersdorf.
Die MDR-Filmpremiere lief im Kultursaal des Bergwerks Zinngrube in Ehrenfriedersdorf.  © Uwe Meinhold

Familie Rockstroh aus Ehrenfriedersdorf kann sich am Montag erstmals selbst im TV bestaunen.

Die Doku erzählt deren Familiengeschichte, die tief im Erzgebirge verankert ist. „Viele Generationen unserer Familie arbeiteten als Bergmänner“, erzählt Kathleen Rockstroh (36).

„Darauf sind wir sehr stolz!“ Ihr Mann Holger sowie die Töchter Lucy-Marie und Carlotta engagieren sich jährlich bei den Bergparaden. Schwiegervater Bernd Rockstroh hatte früher selbst noch in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf gearbeitet.

Neben der Geschichte der Rockstrohs klärt die Dokumentation auf, wo die „Sehnsucht nach dem Licht“ wirklich herkommt. Denn um die Traditionen zu verstehen, muss man sich in der Welt der Bergleute auskennen.

Deren Familien stellten früher leuchtende Figuren ins Fenster. Es galt: Ein Engel steht für die Töchter und ein Bergmann für die Söhne des Hauses. Leuchten alle Figuren im Fenster, wusste der Vater, dass alle wohlauf sind.

Wie tief dieser Brauch auch heute noch im Erzgebirge verankert ist, kann man am Montag um 22.30 Uhr im MDR sehen.

Sie erklärten den Film (v.l.): Autorin Leonore Brandt, Redakteur Titus Richter sowie Produzent und Kameramann Oliver Kaufmann.
Sie erklärten den Film (v.l.): Autorin Leonore Brandt, Redakteur Titus Richter sowie Produzent und Kameramann Oliver Kaufmann.  © Uwe Meinhold
Von der Sehnsucht nach dem Licht: Kameramann Oliver Kaufmann (r.) bei der Arbeit.
Von der Sehnsucht nach dem Licht: Kameramann Oliver Kaufmann (r.) bei der Arbeit.  © MDR

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